König Mohammed VI. weist Lieferung von rund 100 Tonnen Hilfsgütern an – Unterstützung soll direkt an betroffene Familien gehen
Rabat, 18. August 2025 – Marokko hat angekündigt, zusätzliche humanitäre Hilfe für die Bevölkerung des Gazastreifens bereitzustellen. Laut einer Mitteilung des marokkanischen Außenministeriums erteilte König Mohammed VI., in seiner Funktion als Vorsitzender des Al-Quds-Komitees, die Anweisung zur Entsendung weiterer Hilfsgüter.
100 Tonnen Lebensmittel u. Medikamente sollen unterstützen.
Die neue Hilfslieferung umfasst nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur MAP rund 100 Tonnen Lebensmittel und Medikamente. Im Fokus stehen besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, darunter Kinder und Kleinkinder. Der Transport soll wie bei früheren Lieferungen per Flugzeug erfolgen, um eine schnelle und direkte Verteilung an die Empfänger zu ermöglichen.
Das Ministerium betonte, die Initiative gehe auf den ausdrücklichen Wunsch des Königs zurück, die Unterstützung angesichts der angespannten humanitären Lage im Gazastreifen zu verstärken. Bereits in der Vergangenheit hatte Marokko mehrfach ähnliche Hilfsaktionen gestartet.
Versorgungslage bleibt in Gaza schwierig.
Die erneute Entscheidung fällt vor dem Hintergrund der weiterhin schwierigen Versorgungslage in Gaza, die durch politische Blockaden und wiederholte Konflikte verschärft wird. Humanitäre Organisationen weisen seit Monaten auf Engpässe bei Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung und grundlegender Infrastruktur hin.
König Mohammed VI. will nach offiziellen Angaben mit dieser Maßnahme seine „anhaltende Sorge um das Leid der Menschen im Gazastreifen“ zum Ausdruck bringen. Zugleich unterstreiche die Aktion die Rolle Marokkos innerhalb des Al-Quds-Komitees, das sich für die Unterstützung der palästinensischen Bevölkerung und einem freien Zugang alles monotheistischen Weltreligionen zu Stadt Jerusalem (arabisch Al-Quds) einsetzt.
Symbolische Bedeutung
Neben dem unmittelbaren Nutzen für die betroffenen Familien wird die Hilfslieferung auch als politisches Signal gesehen. Sie zeigt, dass Rabat seinen Kurs der Solidarität mit den Palästinensern fortsetzt, während es gleichzeitig internationale Aufmerksamkeit auf die humanitäre Situation in Gaza lenkt, und seine Beziehungen zu Israel nicht abbricht.
Beobachter verweisen darauf, dass die Initiative in eine breitere außenpolitische Linie Marokkos eingebettet ist: Unterstützung in Krisengebieten, gekoppelt mit dem Anspruch, eine konstruktive Rolle in regionalen Konflikten zu spielen.

