König Mohammed VI. hat Hilfslieferungen in den Gaza – Streifen angeordnet. Direktor der Al-Aqsa-Moschee nennt dies „Akt der Güte“.
Rabat – Seine Majestät König Mohammed VI., Vorsitzender des Al-Quds-Komitees, erteilte die Anweisung zur Bereitstellung dieser Hilfsgüter.
Die Hilfslieferungen umfassen laut Angaben des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten, für afrikanische Zusammenarbeit und für im Ausland lebende Marokkaner rund 180 Tonnen an Gütern. Dazu gehören Grundnahrungsmittel, Milchprodukte und speziell für Kinder geeignete Artikel. Ebenso wurden Medikamente und chirurgische Ausrüstung für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen bereitgestellt, ergänzt durch Decken, angepasste Zelte und weitere Ausrüstung. Diese Hilfsgüter werden über eine spezielle Route geliefert, um eine schnelle und direkte Verteilung an die Empfänger zu gewährleisten.
Dank aus Al-Aqsa-Moschee
Scheich Omar Al Kiswani, Direktor der Al-Aqsa-Moschee, drückte König Mohammed VI. seine tiefe Dankbarkeit für diese Initiative aus. In einer Erklärung gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur MAP bezeichnete Scheich Al Kiswani die königliche Initiative als einen „Akt der Güte zur Linderung des Leidens“, der direkt auf die Bedürfnisse der Bevölkerung im Gazastreifen reagiere.
Er würdigte zudem Marokkos „unermüdliche Bemühungen zur Unterstützung des palästinensischen Volkes“ und die zahlreichen Projekte der Agentur Bayt Mal Al Quds Acharif, die zur Bewahrung des zivilisatorischen Erbes und der islamischen Identität Jerusalems beitragen sowie die Widerstandsfähigkeit der Bewohner stärken. Diese Bemühungen finden laut Scheich Al Kiswani „großen Lob von unseren Familien in Palästina und den Bewohnern der Heiligen Stadt“.
Kontinuität der marokkanischen Solidarität
Die Initiative sei Teil der ständigen und aktiven Solidarität des Königreichs Marokko und zeuge vom „festen und unerschütterlichen Engagement“ König Mohammeds VI. und des Al-Quds-Komitees zugunsten der palästinensischen Sache.
Zugleich ist Das nordafrikanische Königreich ein enger Verbündeter der USA, dem wichtigsten Unterstützer Israels, und ein Partner von Tel Aviv im Rahmen des sog. Abraham Abkommens. Letzteres ist ein Umstand, der für Kritik aus dem Ausland und im Inland sorgt, vor allem vor dem Hintergrund des unerbittlichen Krieges Israels gegen die Hamas und gegen die Bevölkerung im Gaza-Streifen.
Marokko hat sich aber bereits an den vergangenen Hilfsaktionen für den Gaza-Streifen beteiligt, ähnlich wie Jordanien oder jetzt wieder Deutschland.

