StartMarokkoMarokko – Strategischer Ausbau der Luftfahrtindustrie durch neues Großprojekt der Safran-Gruppe

Marokko – Strategischer Ausbau der Luftfahrtindustrie durch neues Großprojekt der Safran-Gruppe

Die neue Produktionsstätte in Nouaceur spezialisiert sich auf hochkomplexe Systeme für die Airbus-A320-Familie

Die Errichtung eines hochmodernen Produktionszentrums für Fahrwerkssysteme in Nouaceur unterstreicht die wachsende Bedeutung des Königreichs in der globalen Wertschöpfungskette der Luftfahrt.

Casablanca – Im Königlichen Palast von Casablanca wurde am Freitag ein bedeutender Meilenstein für den Industriestandort Marokko gesetzt. Im Beisein von König Mohammed VI. und dem Kronprinzen Moulay El Hassan fand die offizielle Präsentation und der Startschuss für ein neues Großprojekt der französischen Safran-Gruppe statt. Das Vorhaben umfasst den Bau einer spezialisierten Produktionsanlage für Fahrwerke in Nouaceur und markiert eine weitere Vertiefung der industriellen Zusammenarbeit zwischen dem europäischen Technologiekonzern und dem nordafrikanischen Staat.

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König Mohammed VI. begleitet den offiziellen Startschuss für eine 280-Millionen-Euro-Investition in Casablanca

Die feierliche Zeremonie im Palast bildete den Rahmen für die Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding), die den Weg für eine Investition in Höhe von mehr als 280 Millionen Euro ebnet. An der Unterzeichnung nahmen neben dem Vorsitzenden des Verwaltungsrats der Safran-Gruppe, Ross McInnes, auch der marokkanische Minister für Industrie und Handel, Ryad Mezzour, sowie der Staatssekretär für Investitionen, Karim Zidane, teil.

Dieses Projekt wird als ein zentraler Baustein zur Festigung Marokkos als international wettbewerbsfähige Industrieplattform betrachtet. Laut offiziellen Angaben soll die neue Fabrik langfristig rund 500 direkte Arbeitsplätze schaffen. Der Standort reiht sich in die bestehende Struktur der integrierten Industrieplattform „Midparc“ ein, die bereits als ein wichtiges Zentrum für die Luft- und Raumfahrt in der Region etabliert ist.

Die neue Produktionsstätte in Nouaceur spezialisiert sich auf hochkomplexe Systeme für die Airbus-A320-Familie

Das geplante Werk, das auf einer Fläche von mehr als sieben Hektar entstehen soll, widmet sich einem technologisch anspruchsvollen Segment: der Herstellung und Wartung von Fahrwerkssystemen für die Airbus-A320-Serie. Der Leistungsumfang des Standorts soll dabei weit über die einfache Montage hinausgehen. Geplant sind Kapazitäten für die Präzisionsbearbeitung, die Hightech-Montage sowie umfassende Prüf- und Zertifizierungsverfahren.

Ross McInnes, Verwaltungsratsvorsitzender der Safran-Gruppe, bezeichnete das Vorhaben als Fortsetzung eines „technologischen Epos“. Laut McInnes werde das Werk eine Schlüsselrolle dabei spielen, den Produktionshochlauf der Airbus-A320-Familie zu unterstützen und gleichzeitig die nächste Generation von Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen vorzubereiten. Die geografische Nähe zu den europäischen Montagelinien von Airbus sowie zu den bestehenden Safran-Standorten ermögliche zudem kurze Wege und ein flexibles Industriekonzept.

Langfristige Kooperation und Fokus auf dekarbonisierte Industrieprozesse prägen das gemeinsame Vorhaben

Die Partnerschaft zwischen der Safran-Gruppe und dem Königreich Marokko besteht bereits seit über 25 Jahren. Minister Ryad Mezzour hob in seiner Ansprache hervor, dass Marokko sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer Weltklasse-Plattform für die Luftfahrt entwickelt habe. Er verwies darauf, dass mittlerweile rund 25.000 Fachkräfte in den nationalen Produktionsketten der Luftfahrtindustrie tätig sind. Die lokale Fertigung kritischer Komponenten wie Fahrwerke sei ein Beleg für die gewachsene technologische Kompetenz des Landes.

Ein besonderes Augenmerk liegt bei diesem Neubau auf der ökologischen Nachhaltigkeit. Das Werk soll zu 100 % mit dekarbonisierter Energie betrieben werden, was den aktuellen Anforderungen an eine klimaneutrale Produktion in der Luftfahrtbranche entspricht. McInnes betonte in diesem Zusammenhang, dass Safran nicht nur „in“ Marokko produziere, sondern „mit“ Marokko zusammenarbeite. Diese strategische Ausrichtung zielt darauf ab, auch lokale Zulieferer verstärkt in das industrielle Ökosystem zu integrieren und so die regionale Wertschöpfung weiter zu erhöhen.

Die Ansiedlung dieses Projekts in der Freihandelszone Midparc unterstreicht die Ambition Marokkos, sich durch spezialisierte Hochtechnologie von anderen Produktionsstandorten abzuheben und die Integration in die globalen Wertschöpfungsketten der Industrie voranzutreiben.

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