Nach meteorologischen Warnungen für das Wochenende rüsten sich Behörden und Sicherheitskräfte gegen Starkregen, Schneefall und Sturmböen in zahlreichen Provinzen des Königreichs.
Rabat – Die marokkanischen Behörden haben eine umfassende Warnung vor schweren Wetterstörungen herausgegeben, die in den kommenden Tagen weite Teile des Landes betreffen werden. Basierend auf Berichten der Generaldirektion für Meteorologie prognostizieren die zuständigen Stellen eine instabile Wetterlage, die durch heftige Niederschläge, Sturmböen und winterliche Bedingungen geprägt ist.
Präventionsmaßnahmen und Schutz der Bevölkerung vor Hochwasser
Angesichts dieser Vorhersagen rief das Innenministerium die Bürger am gestrigen Freitag dazu auf, äußerste Wachsamkeit walten zu lassen. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur MAP fordert das Ministerium die Bevölkerung dringend auf, das Überqueren von potenziell überfluteten Straßenabschnitten sowie von Wadis und tiefliegenden Gebieten zu unterlassen.
Um die Auswirkungen der Wassermassen zu begrenzen, wurden bereits vorausschauende Feldeinsätze eingeleitet. Dazu gehören laut Innenministerium die Instandhaltung von Abwassersystemen sowie die Reinigung von Wasserwegen in sensiblen Abschnitten. Alle verfügbaren Einsatzressourcen wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt, um im Bedarfsfall eine schnelle Hilfeleistung zu garantieren.
Regionale Schwerpunkte: Starkregen und Schneefall im Atlasgebirge
Das Ministerium für Transport und Logistik konkretisierte die Gefahrenzonen für das anstehende Wochenende. In Provinzen wie Agadir Ida-Outanane, Taroudant und Essaouira wird mit besonders intensiven Regenfällen gerechnet. Zudem wird ab einer Höhe von 1.600 Metern mit Schneefall gerechnet, was insbesondere die Provinzen Midelt, Azilal, Al Haouz und Chichaoua betrifft. In weiten Teilen des Landes, von Marrakesch bis Oujda, ist zudem mit starken Windböen zu rechnen.
Erhöhte Sicherheitsanforderungen für den gewerblichen Transportsektor
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Verkehrssicherheit auf dem nationalen Straßennetz. Das Transportministerium richtete einen Appell an Fachkräfte im Personen- und Güterverkehr sowie an Fahrer von Schulbussen, die Wetterlage kontinuierlich zu beobachten. Da widrige Witterungsbedingungen das Unfallrisiko massiv erhöhen, wird empfohlen, nicht notwendige Reisen in betroffene Gebiete zu verschieben. Die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und die Überprüfung des technischen Fahrzeugzustands sind in diesen Tagen essenziell, um die Sicherheit der Fahrten zu gewährleisten und Sach- sowie Personenschäden zu vermeiden.

