Der Einzug ins Viertelfinale sowie die öffentliche Anwesenheit von Prinzessin Lalla Salma, Kronprinz Moulay El Hassan und Prinzessin Lalla Khadija lösen nationale Begeisterung aus, während das verletzungsbedingte Turnier-Aus für Azzeddine Ounahi einen herben sportlichen Verlust bedeutet.
Rabat – Unter dem Motto „Glück und Unglück liegen oft nah beieinander“ erlebte die marokkanische Fußballwelt am vergangenen Sonntag einen Tag der emotionalen Gegensätze. Während der Gastgeber des Afrika-Cups 2025 sportlich die nächste Hürde nahm, trübten eine schwerwiegende Verletzung und die Nachricht über ein langfristiges Aus eines Schlüsselspielers die Stimmung im Land.
Brahim Diaz sichert den Sieg gegen Tansania
In einem spielerisch überlegenen Auftritt setzten sich die Atlaslöwen im Prinz-Moulay-Abdellah-Stadion mit 1:0 gegen die lange gefährlich mitspielende Mannschaft aus Tansania durch. Das marokkanische Team kontrollierte das Geschehen weitestgehend und verzeichnete laut der staatlichen Nachrichtenagentur MAP zeitweise über 75 % Ballbesitz. Den entscheidenden Treffer erzielte Brahim Diaz, der nach einer Vorlage von Achraf Hakimi aus spitzem Winkel traf.
Für Diaz ist dies eine historische Marke: Mit seinem vierten Tor im vierten Spiel stellte er laut offiziellen Berichten einen neuen Rekord in der Geschichte der marokkanischen Nationalmannschaft auf. Trotz einer kämpferischen Leistung der tansanischen „Taifa Stars“, die kurzzeitig durch schnelle Umschaltmomente gefährlich wurden, blieb Marokko defensiv stabil und sicherte sich verdient den Platz im Viertelfinale.
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Schwerer personeller Rückschlag für das Mittelfeld
Die Freude über den sportlichen Erfolg wurde jedoch durch eine offizielle Pressemitteilung nach dem Spiel gedämpft. Nationaltrainer Walid Regragui gab bekannt, dass Mittelfeldregisseur Azzeddine Ounahi für den Rest des Wettbewerbs ausfallen wird. „Ounahi hat sich am Samstag im Training verletzt. Er hat einen Wadenmuskelriss“, erklärte Regragui laut MAP.
Die medizinische Abteilung rechnet mit einer Genesungszeit von fünf bis sechs Wochen. Der Ausfall wiegt besonders schwer, da Ounahi als technischer Kopf der Mannschaft gilt. Die Verletzung scheint zudem eine Spätfolge einer älteren Blessur zu sein, die bereits während seiner Zeit in Girona auftrat.
Königliche Präsenz stärkt die nationale Begeisterung
Ein besonderes Augenmerk der Öffentlichkeit lag auf der Ehrentribüne. Neben Kronprinz Moulay El Hassan, der bereits die Eröffnung des Turniers leitete, und Prinzessin Lalla Khadija wurde auch die Anwesenheit von Prinzessin Lalla Salma verzeichnet. Wie Videoberichte und lokale Medien wie Le Site Info bestätigten, wurde das Erscheinen der königlichen Familie von den Fans im Stadion als Zeichen der nationalen Einheit und Unterstützung gewürdigt.
Marokko bereitet sich nun auf das kommende Viertelfinale vor, in dem es entweder auf Südafrika oder Kamerun treffen wird. Die Herausforderung für Trainer Regragui wird darin bestehen, die spielerische Lücke zu schließen, die das Turnier-Aus von Ounahi hinterlässt.
https://youtu.be/Q45X0rk4oFk?si=S1G7GGYnLYPCa30Y

