Die fünfte Sitzung des Investitionsausschusses unterstreicht Marokkos Engagement bei der Etablierung als globaler Akteur in der Produktion von grünem Wasserstoff und Derivaten.
Rabat – Marokko treibt seine ambitionierten Pläne im Bereich des grünen Wasserstoffs weiter voran. Am vergangenen Freitag, dem 11. Juli 2025, leitete Karim Zidane, Staatssekretär für Investitionen, Konvergenz und Evaluierung der öffentlichen Politik, die fünfte Sitzung des Investitionsausschusses. Dieses Treffen, an dem die Marokkanische Agentur für nachhaltige Energie (MASEN) sowie Vertreter verschiedener Ministerien und institutioneller Partner teilnahmen, diente der Überprüfung und Bestätigung entscheidender Projektfortschritte. Der Anlass der Sitzung war die systematische Umsetzung des „Marokko-Angebots für grünen Wasserstoff“, das darauf abzielt, das Königreich als führenden Produzenten in diesem zukunftsträchtigen Sektor zu positionieren.
Bestätigung wichtiger Partnerschaften
Ein zentraler Punkt der Sitzung war die Bestätigung der Verpflichtungen des Konsortiums TotalEnergies-CIP-AP Moller Capital. Diese Verpflichtungen sind Teil eines Vertrags, der bereits in Anwesenheit von König Mohammed VI. und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron unterzeichnet wurde. Dies unterstreiche die hohe politische Bedeutung und die internationale Dimension der marokkanischen Initiative.
Fortschritte weiterer Großinvestoren
Das Treffen bot zudem Gelegenheit, den Projektfortschritt von fünf weiteren ausgewählten Investoren zu überprüfen, die alle als führend im Bereich grüner Wasserstoff gelten. Dazu gehört das Konsortium „ORNX“, bestehend aus dem amerikanischen Unternehmen Ortus, dem spanischen Unternehmen Acciona und dem deutschen Unternehmen Nordex, das in die Ammoniakproduktion investieren wird. Ein weiteres Konsortium, gebildet aus dem emiratischen Unternehmen Taqa und dem spanischen Unternehmen Cepsa, wird Ammoniak und Industriekraftstoff produzieren. Das marokkanische Unternehmen Nareva konzentriert sich auf Ammoniak, Industriekraftstoff und grünen Stahl. Grüner Stahl wird auch vom saudischen Unternehmen ACWA Power produziert, während ein chinesisches Konsortium aus UEG und China Three Gorges sich auf die Ammoniakproduktion spezialisieren wird.
Infrastrukturentwicklung und strategische Bedeutung
Die Sitzung des Investitionsausschusses umfasste auch einen Bericht über die Arbeit des Infrastrukturunterausschusses, der die Vorbereitung zukünftiger regionaler Hubs für grünen Wasserstoff unterstützt. Der Sinn und Zweck dieser umfassenden Bemühungen liegt darin, eine vollständige Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff in Marokko aufzubauen, von der Produktion bis zum Export. Laut MASEN war diese Sitzung „ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung des Marokko-Angebots“, wobei die Agentur die „kollektive Mobilisierung rund um dieses strategische Projekt“ lobte. Die kontinuierlichen Fortschritte signalisieren Marokkos Entschlossenheit, seine reichlichen erneuerbaren Energieressourcen für die Produktion von grünem Wasserstoff zu nutzen und eine Schlüsselrolle in der globalen Energiewende zu spielen.

