StartMarokkoMarokko – Ausbau der Industrieflächen in der Region Casablanca-Settat

Marokko – Ausbau der Industrieflächen in der Region Casablanca-Settat

Beschäftigungsziele und regionale Dezentralisierung

Durch die Erschließung von rund 1.100 Hektar neuer Gewerbegebiete in Mohammedia und Benslimane reagiert der marokkanische Staat auf die steigende Nachfrage nach Produktionsstandorten im wirtschaftlichen Zentrum des Landes.

Casablanca – In der Region Casablanca-Settat wurden am vergangenen Samstag mehrere Partnerschaftsabkommen unterzeichnet, die den Bau neuer Industriezonen in den Präfekturen Mohammedia und Benslimane regeln. Die feierliche Unterzeichnung im Hauptsitz der Wilaya unter Beteiligung von Industrieminister Ryad Mezzour sowie regionalen Gouverneuren markiert den Beginn eines großflächigen Infrastrukturprojekts, das die industrielle Kapazität des Königreichs erweitern soll.

Drei Standorte mit Fokus auf Mohammedia und Benslimane

Das Vorhaben umfasst die Entwicklung von insgesamt drei Zonen mit einer kumulierten Fläche von etwa 1.100 Hektar. Den Schwerpunkt bildet ein Standort in Mohammedia, der in drei Phasen auf einer Fläche von 660 Hektar realisiert werden soll. Ergänzend dazu sind in der Provinz Benslimane zwei weitere Gebiete vorgesehen: 350 Hektar in Moualine El Oued sowie 134 Hektar in Ain Tizgha.

Laut Minister Mezzour ist die Maßnahme Teil einer nationalen Strategie zur Stärkung der industriellen Souveränität. Ziel sei es, dem anhaltenden Bedarf von Investoren an erschlossenen Logistik- und Produktionsflächen in unmittelbarer Nähe zum wirtschaftlichen Herzschlag des Landes gerecht zu werden.

Beschäftigungsziele und regionale Dezentralisierung

Die Verantwortlichen beziffern das Potenzial der neuen Zonen auf insgesamt rund 35.000 Arbeitsplätze. Marouane Abdelati, Generaldirektor der staatlichen Entwicklungsgesellschaft MedZ – einer Tochter der CDG-Gruppe –, geht davon aus, dass bereits in den ersten Ausbaustufen etwa 20.000 Stellen entstehen könnten.

Abdellatif Maâzouz, Präsident des Regionalrats von Casablanca-Settat, hob zudem die strategische Komponente der Standorte hervor. Durch die Ansiedlung von Industrie außerhalb des Kerngebiets von Casablanca sollen zum einen die in die Randgebiete umgesiedelten Bevölkerungsgruppen besser in den Arbeitsmarkt integriert und zum anderen Industrieflächen zu wettbewerbsfähigen Konditionen angeboten werden. Das Projekt wird durch eine Kooperation zwischen dem Ministerium für Industrie und Handel, dem Wirtschafts- und Finanzministerium sowie lokalen Behörden getragen.

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