Während Europa ungewöhnlich milde Märzzahlen verzeichnet, bereiten sich weite Teile des Atlasgebirges und des Riffs auf erhebliche Neuschneemengen vor.
Rabat – In einem meteorologischen Kontrastprogramm zum aktuellen Wettergeschehen in Europa steht Marokko vor einem markanten Wintereinbruch. Wie die Generaldirektion für Meteorologie (DGM) in einer aktuellen Wetterwarnung der Stufe Orange mitteilt, werden von Dienstagmorgen bis Mittwochabend in zahlreichen Provinzen des Königreichs Schneefälle erwartet. Betroffen sind vor allem Lagen ab einer Höhe von 1.400 Metern.
Stufe Orange für den Mittleren und Hohen Atlas
Die intensivsten Niederschläge prognostiziert die DGM für die Provinzen Azilal, Béni Mellal, Ifrane und Boulemane. Laut den offiziellen Daten der Wetterbehörde ist hier im Zeitraum von Dienstag, 06:00 Uhr, bis Mittwoch, 23:00 Uhr, mit einer Neuschneedecke zwischen 20 und 40 Zentimetern zu rechnen. Diese Regionen, die für ihre Bedeutung für den lokalen Wintertourismus und die Wasserreserven des Landes bekannt sind, müssen sich somit auf tiefwinterliche Bedingungen einstellen.
Großflächige Niederschläge in weiteren Gebirgsregionen
Über die Kerngebiete hinaus weitet sich das Wetterereignis auf weite Teile des Landes aus. In den Provinzen Al Haouz, Taza, Chefchaouen sowie Ouarzazate, Tinghir, Figuig, Khénifra, Sefrou, Al Hoceima und Guercif werden laut DGM Schneemengen von 10 bis 20 Zentimetern erwartet. Während diese Niederschläge logistische Herausforderungen für den Verkehr in den Gebirgspässen bedeuten können, ist der Niederschlag für die marokkanische Wasserwirtschaft von entscheidender Bedeutung, da die Schneeschmelze im Frühjahr die Staudämme und Grundwasserspiegel speist.

