Die marokkanische Nationalmannschaft hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nach einem dramatischen Spiel das Achtelfinale erreicht. Die Auswahl von Trainer Mohamed Ouahbi setzte sich im Sechzehntelfinale im Monterrey-Stadion im Elfmeterschießen gegen die Niederlande durch.
Monterey – Marokkos Fußballnationalteam steht in der Runde der letzten 16 Teams bei der FIFA-Weltmeisterschaft in Nordamerika. In einer intensiv geführten Partie am Dienstag, den 30. Juni 2026, bezwangen die „Löwen vom Atlas“ (Atlaslöwen) die Niederlande mit 3:2 im Elfmeterschießen, nachdem es nach 120 Minuten 1:1 (0:0) gestanden hatte.
Trainer Mohamed Ouahbi rotierte im Vergleich zum letzten Gruppenspiel kräftig und setzte unter anderem wieder auf Noussair Mazraoui und Ayyoub Bouaddi von Beginn an. Marokko bestimmte über weite Strecken das Spielgeschehen und verbuchte deutliche Ballbesitzvorteile gegen defensiv eingestellte Niederländer. Nationaltrainer Ouahbi sprach nach dem Spiel gegenüber beIN Sports France von rund 70 Prozent Ballbesitz und einer klaren Dominanz seiner Mannschaft.
Später Ausgleich rettet Marokko in die Verlängerung
Bereits in der ersten Halbzeit erarbeitete sich Marokko gute Möglichkeiten. Nach einer Ecke von Kapitän Achraf Hakimi scheiterte Neil El Aynaoui per Kopf am stark reagierenden niederländischen Torwart Bart Verbruggen, der kurz darauf auch einen Distanzschuss von Hakimi entschärfte. Auf der Gegenseite verhinderte Marokkos Schlussmann Yassine Bounou kurz vor dem Pausenpfiff bei einem Schuss von Micky van de Ven den Rückstand.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Marokko spielbestimmend. Hakimi traf nach einem Zuspiel von Azzedine Ounahi aus spitzem Winkel nur die Latte. Entgegen dem Spielverlauf ging jedoch die Elftal in der 72. Minute in Führung: Nach einer Vorarbeit von Summerville traf Cody Gakpo per Direktschuss zum 1:0 für die Niederlande. In der Folge verstärkten die Niederländer die Defensive, doch Marokko drängte unermüdlich auf den Ausgleich. In der ersten Minute der Nachspielzeit belohnte Innenverteidiger Issa Diop die Angriffsbemühungen, als er eine Flanke des eingewechselten Chemsdine Talbi per Kopf zum viel umjubelten 1:1-Ausgleich verwertete.
Entscheidung im Elfmeterschießen
In der anschließenden Verlängerung blieben hochkarätige Chancen Mangelware, da Verbruggen erneut glänzend gegen Soufiane Rahimi parierte. Im fälligen Elfmeterschießen behielten die Marokkaner schließlich die Oberhand. Obwohl El Aynaoui und Hakimi ihre Versuche vergaben, hielt Bounou den entscheidenden fünften Elfmeter der Niederländer gegen Summerville. Ismael Saibari verwandelte im Anschluss eiskalt den finalen Elfmeter zum 3:2-Endstand.
Verteidiger Noussair Mazraoui zeigte sich nach dem Abpfiff erleichtert: „Es war ein unglaublich schwieriges Spiel gegen einen enorm starken Gegner. Dass wir heute trotzdem gewonnen haben, ist für uns als Nationalteam eine enorme Bestätigung.“
Im Achtelfinale trifft Marokko nun am Samstag, den 4. Juli 2026, im Houston-Stadion auf den Co-Gastgeber Kanada.
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