StartGesellschaftMarokko – Neun Tonnen medizinische Hilfsgüter für die DR Kongo

Marokko – Neun Tonnen medizinische Hilfsgüter für die DR Kongo

Ausweitung der Hilfe geplant

Das Königreich hat eine Luftbrücke eingerichtet, um die UN-Stabilisierungsmission MONUSCO im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in der Provinz Ituri zu unterstützen.

Rabat – Ein C-130H-Transportflugzeug der Königlich Marokkanischen Streitkräfte ist am Montag, dem 22. Juni 2026, auf dem Flughafen Bunia in der Demokratischen Republik Kongo gelandet. An Bord befand sich eine erste Lieferung von neun Tonnen medizinischer und logistischer Ausrüstung. Die Hilfsgüter sollen die Kapazitäten der UN-Mission MONUSCO angesichts der im Nordosten des Landes wütenden Ebola-Virus-Epidemie stärken.

Wie die UN-Mission mitteilte, umfasst die Ladung Medikamente, pharmazeutische Produkte, persönliche Schutzausrüstung sowie Geräte für Labore, Diagnostik, Desinfektion und die Patientenüberwachung. Die Güter sind für das gesamte zivile und militärische Personal der MONUSCO bestimmt. Sie dienen vorrangig dazu, das vom marokkanischen Kontingent vor Ort betriebene Lazarett der Stufe 2 auszustatten.

Schutz der Friedenstruppen im Epizentrum

Der Schutz der Gesundheit des Personals gilt als Voraussetzung dafür, dass die UN-Blauhelme ihr Mandat – insbesondere den Schutz der Zivilbevölkerung – fortführen können. Die Einheiten patrouillieren in sensiblen Gebieten und arbeiten in engem Kontakt mit lokalen Gemeinden, Behörden und humanitären Organisationen. Die verbesserte Schutzausrüstung soll verhindern, dass die Einsatzkräfte selbst zu Überträgern des Virus werden.

„Wir befinden uns im Epizentrum von Ebola, und unsere Truppen sind trotz der Epidemie weiterhin im Einsatz“, erklärte General Saiful Alam Bhuiyan, Kommandeur des nördlichen Sektors der MONUSCO, bei der Entgegennahme der Fracht. René Ngamba von der kongolesischen Generaldirektion für Katastrophenschutz dankte Marokko im Namen der Regierung in Kinshasa und betonte, dass das Land angesichts einer Gesundheitskrise dieses Ausmaßes mehr internationale Partner benötige.

Ausweitung der Hilfe geplant

Die Lieferung ist Teil einer bilateralen Luftbrücke zwischen Marokko und der Demokratischen Republik Kongo. Für die kommenden Tage ist bereits ein zweiter Transportflug angekündigt. Dieser soll neben weiterer logistischer Ausrüstung auch ein spezialisiertes marokkanisches Ärzteteam in die betroffene Region transportieren, um die medizinische Versorgung vor Ort direkt zu unterstützen.

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