StartGesellschaftMarokko – Waldbrände in der Provinz Taroudant teilweise unter Kontrolle

Marokko – Waldbrände in der Provinz Taroudant teilweise unter Kontrolle

Schweres Gelände und Einsatz von Lasttieren

In der südmarokkanischen Gebirgsregion kämpfen Einsatzkräfte und Anwohner seit einer Woche gegen mehrere Feuer. In der Gemeinde Ouneine wurden rund 430 Hektar Wald zerstört.

Agadir – In der südmarokkanischen Provinz Taroudant versuchen hunderte Einsatzkräfte und Anwohner seit rund einer Woche, mehrere Waldbrände einzudämmen. Nach Angaben der lokalen Behörden und der Nationalen Agentur für Wasser und Wälder (ANEF) betreffen die Feuer die Gemeinden Ouneine, Talmakante und Zagmouzen. Während der Brand in Talmakante vollständig gelöscht werden konnte, dauern die Lösch- und Nacharbeiten in den übrigen Gebieten an.

Am schwersten betroffen ist das Waldgebiet Salmime in der Gemeinde Ouneine. Wie Amine Gourirane, Leiter des Forst- und Brandschutzbüros der ANEF-Provinzdirektion in Taroudant, mitteilte, hat das Feuer dort fast 430 Hektar Wald- und Vegetationsfläche vernichtet. Neben Baumbeständen aus Kiefern, Wacholder und Steineichen wurden auch Heilpflanzen zerstört. Der Brand sei mittlerweile zu 80 Prozent unter Kontrolle, es gebe jedoch weiterhin aktive Glutnester. In der Gemeinde Zagmouzen sind etwa sechs Hektar betroffen; dort sei das Feuer zu 50 Prozent eingedämmt. In Talmakante verbrannten 3,16 Hektar, bevor die Flammen gelöscht wurden.

Schweres Gelände und Einsatz von Lasttieren

Hohe Temperaturen, starke Winde und das unwegsame Bergland erschweren die Löscharbeiten erheblich. In Ouneine bedrohten die Flammen mehrere Dörfer, darunter Tizgui, Ighrem, Achdir, Afla Noufra und Aït Ihya. Neben Bodeneinheiten des Zivilschutzes, der Königlichen Gendarmerie, der Hilfskräfte und der ANEF kommen Canadair-Löschflugzeuge zum Einsatz.

Da es in den abgelegenen Brandgebieten keine befahrbaren Wege für Feuerwehrfahrzeuge gibt, unterstützen die Bewohner die Rettungskräfte direkt. Omar Ouzalt, Schatzmeister des örtlichen Forstentwicklungsverbandes in Ouneine, berichtete, dass die Bewohner Esel und Maultiere nutzten, um Wasser möglichst nah an die Einsatzstellen zu transportieren. Mohamed Idouhmane, ein Anwohner aus dem Dorf Ighrem, schilderte, dass die Nächte aufgrund der starken Winde beängstigend gewesen seien. Die Dorfbewohner seien sofort zum Brandort geeilt, um Angehörige, Häuser und ihre Lebensgrundlage zu schützen.

Bei anhaltend günstigen Wetterbedingungen rechnet die Forstbehörde in Zagmouzen mit einem baldigen Erlöschen des Feuers. Die Behörden riefen die Bevölkerung erneut dazu auf, Wachsamkeit zu zeigen und mögliche Brandherde unverzüglich zu melden.

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