Organisation ruft für Anfang Oktober zu Demonstration gegen Normalisierung mit Israel und zur Unterstützung Palästinas auf
Rabat – Die „Marokkanische Front zur Unterstützung Palästinas und zur Ablehnung der Normalisierung“ hat angekündigt, am Sonntag, den 5. Oktober 2025, einen großen Volksmarsch in Rabat zu organisieren. Beginn der Demonstration soll um 10 Uhr morgens in der Mohammed-V.-Straße beim Gebäude „Amarat as-Saada“ sein. Dies geht aus einer Pressemitteilung des nationalen Sekretariats der Organisation hervor.
Zweiter Jahrestag der „al-Aqsa-Flut“
Der Marsch soll laut der Erklärung an den zweiten Jahrestag des Beginns der sogenannten „al-Aqsa-Flut“ erinnern. In der Mitteilung wird betont, dass die Veranstaltung ein Zeichen gegen „Massentötungen, Hunger und Versuche der Vertreibung“ setzen soll. Die Front versteht die Demonstration als Teil ihres politischen und gesellschaftlichen Programms, das die Unterstützung der palästinensischen Sache und die Ablehnung der Normalisierung der Beziehungen zu Israel umfasst.
Politischer Kontext in Marokko
Die Ankündigung fällt in eine Zeit, in der das Thema Normalisierung mit Israel in Marokko kontrovers diskutiert wird. Seit der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Rabat und Tel Aviv im Jahr 2020 im Rahmen der „Abraham-Abkommen“ gibt es in der marokkanischen Gesellschaft und Politik unterschiedliche Positionen. Während die Regierung die Vereinbarung vor allem mit Blick auf sicherheitspolitische und wirtschaftliche Vorteile verteidigt, lehnen Teile der Zivilgesellschaft und verschiedene Organisationen eine Annäherung an Israel ab und betonen ihre Solidarität mit den Palästinensern.
Der geplante Marsch dürfte daher nicht nur Ausdruck politischer Unterstützung für Palästina sein, sondern auch als Signal innerhalb der marokkanischen Innenpolitik gelesen werden. Durch öffentliche Kundgebungen wie diese will die Front ihren Standpunkt im gesellschaftlichen Diskurs sichtbar machen.
Marokko – Pro-Palästinenser Demonstration für Sonntag angekündigt.

