Daten des HCP zeigen einen Rückgang der Lebenshaltungskosten im Oktober, während die Jahresinflation kaum spürbar ist.
Die Entwicklung des Verbraucherpreisindexes (VPI) bzw. Inflation in Marokko ist ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Stabilität und Entwicklung für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Das Haut-Commissariat au Plan (HCP), die offizielle Statistikbehörde des Landes, veröffentlichte kürzlich ihre Zahlen für den Oktober 2025. Diese Daten bilden die Grundlage für die Einschätzung der kurz- und mittelfristigen Preisdynamik.
Deutlicher Rückgang der Lebenshaltungskosten im Vergleich zum Vormonat
Der Gesamtindex der Verbraucherpreise sank im Oktober 2025 gegenüber dem Vormonat um 0,6 %. In der Mitteilung der HCP wird dies auf einen Rückgang hauptsächlich im Nahrungsmittelsegment zurückgeführt, dessen Preise um 1,3 % nachließen. Dem gegenüber verzeichnete der Nicht-Nahrungsmittelpreisindex eine Stagnation.
Innerhalb der Lebensmittelkategorien waren die Preisrückgänge besonders signifikant bei Ölen und Fetten (-3,7 %) sowie Fleisch (-2,8 %). Bei den Non-Food-Artikeln wirkte sich primär der Preisrückgang von Kraftstoffen um 0,6 % dämpfend aus. Auf regionaler Ebene verzeichnete Al Hoceima mit 1,5 % den stärksten Rückgang, während Kenitra als Ausreißer einen Anstieg von 0,2 % meldete.
Langfristige Preisentwicklung bleibt verhalten
Trotz der deutlichen monatlichen Entspannung blieb die Preissteigerung im Jahresvergleich – Oktober 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat – mit lediglich 0,1 % sehr moderat.
Laut HCP resultierte dieser minimale Anstieg aus einem Rückgang des Lebensmittelpreisindexes um 0,3 % und einem moderaten Anstieg des Nicht-Lebensmittelpreisindexes um 0,4 %. Besonders hervorzuheben ist, dass der Kerninflationsindikator, der volatile und regulierte Produkte ausschließt, sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich um 0,2 % zurückging. Dies deutet auf eine generelle Dämpfung des zugrunde liegenden Preisdrucks hin. Die Schwankungen im Non-Food-Bereich waren erheblich, sie reichten von einem Rückgang um 1,9 % im Bereich „Transport“ bis zu einem Anstieg um 2,4 % bei „Restaurants und Hotels“.

