In einer Botschaft anlässlich des 27. Thronfestes hat US-Präsident Donald Trump nach Angaben des Königlichen Kabinetts die Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Westsahara erneut bestätigt. Zugleich kündigte er eine Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit an, die ausdrücklich auch die Westsahara einschließen soll.
Rabat / Washington D.C. – US-Präsident Donald Trump hat seine Unterstützung für die marokkanische Position in der Westsahara-Frage erneut bekräftigt. Das geht aus einer am Samstag vom Königlichen Kabinett veröffentlichten Mitteilung hervor, in der der Wortlaut einer Glückwunschbotschaft Trumps an König Mohammed VI. zum 27. Jahrestag des Thronfestes wiedergegeben wird.
Demnach erklärte Trump: „Die Vereinigten Staaten stellen klar: Wir erkennen Marokkos Souveränität über die Westsahara an und unterstützen den ernsthaften, glaubwürdigen und realistischen marokkanischen Autonomievorschlag als einzige Grundlage für eine gerechte und dauerhafte Lösung.“ Jeder andere Ansatz verlängere den Status quo und sei „inakzeptabel“, heißt es in der vom Königlichen Kabinett veröffentlichten Schreiben weiter.
Die Formulierungen entsprechen in wesentlichen Teilen der Position, die Trump bereits im Dezember 2020 während seiner ersten Amtszeit festgelegt hatte. Damals erkannten die Vereinigten Staaten als erstes westliches Land die marokkanische Souveränität über die Westsahara an und bezeichneten den marokkanischen Autonomieplan als einzige realistische Grundlage für eine politische Lösung.
Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit angekündigt
Über die politische Botschaft hinaus kündigte Präsident Trump laut der Mitteilung des Königlichen Kabinetts eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Marokko an. Er habe seine Mitarbeiter angewiesen, gemeinsam mit Marokko die wirtschaftliche und soziale Entwicklung voranzutreiben – „auch im Gebiet der Westsahara“. Als mögliche Kooperationsfelder werden Energie, Künstliche Intelligenz, kritische Mineralien und Verteidigung genannt. Zudem würdigte Präsident Trump Marokkos Rolle bei den Abraham-Abkommen sowie dessen Beitrag zur regionalen Stabilität und zur Terrorismusbekämpfung.
Bislang keine Veröffentlichung durch das Weiße Haus
Die vom Königlichen Kabinett veröffentlichte Botschaft war am Samstag zunächst nicht auf der Internetseite des Weißen Hauses oder in den offiziellen Mitteilungen der US-Regierung veröffentlicht.
Die in Rabat veröffentlichten Aussagen fügen sich allerdings in die bisherige Politik der Trump-Regierung ein. Auch in seiner zweiten Amtszeit hat die US-Regierung mehrfach ihre enge Zusammenarbeit mit Marokko hervorgehoben. So erließ Präsident Trump Ende Juni eine Proklamation zur vorübergehenden Aussetzung bestimmter Zölle auf marokkanische Phosphatdünger und betonte dabei die Bedeutung der bilateralen Beziehungen.
Mit der nun veröffentlichten Botschaft unterstreicht Washington nach Darstellung des Königlichen Kabinetts erneut seine Unterstützung für den marokkanischen Autonomieplan. Ob die angekündigten wirtschaftlichen Vorhaben und die Aussagen zur Westsahara in den kommenden Tagen zusätzlich von US-Regierungsstellen offiziell bestätigt oder näher konkretisiert werden, bleibt abzuwarten.

