Die „Gen Z 212“ fordert soziale Gerechtigkeit, während die Behörden die gewaltsame Eskalation untersuchen und der Vater eines schwer verletzten Demonstranten spricht.
Rabat – Der Zustand von Amine, dem jungen Mann, der während der Gen-Z-Proteste in Oujda schwere Beinverletzungen erlitt, gilt laut seinem Vater derzeit als stabil. Der Nachrichtenkanal LeSiteInfo berichtet, dass die Amputation seines linken Beins unumgänglich ist, während für das rechte Bein eine Operation geplant sei. Amine wurde zur angemessenen Versorgung per Hubschrauber vom Universitätskrankenhaus Oujda in das Militärkrankenhaus von Rabat verlegt. Informierte Quellen der Region Oriental dementierten gegenüber LeSiteInfo Gerüchte über seinen Tod, nachdem er bei der Demonstration von einem Polizeifahrzeug angefahren worden war. Sie betonten, sein Leben sei nicht in Gefahr, erlitt aber Verletzungen an den unteren Gliedmaßen.
Anlass der Proteste und die offizielle Zahl der Todesopfer
Die Proteste der Jugendbewegung „Gen Z 212“ richten sich gegen Korruption sowie die schlechte Qualität öffentlicher Dienste, vor allem im Gesundheits- und Bildungswesen.
Die Lage eskalierte schnell: Die MAGHREB-POST berichtet unter Berufung auf das marokkanische Innenministerium die Zahl von drei Toten. Diese Opfer sind im Zusammenhang mit einem Angriff auf einen Gendarmerieposten in Leqliaa zu beklagen. Die Behörden betonen, dass gegen Hunderte Verdächtige strafrechtlich vorgegangen wird. Während die staatliche Nachrichtenagentur MAP von der Anwendung scharfer Munition in Notwehr spricht, verurteilt die Staatsanwaltschaft Aktionen, die über friedlichen Protest hinausgehen.
Regierung reagiert mit Dialogbereitschaft.
Angesichts der landesweiten Unruhen signalisierte Premierminister Aziz Akhannouch die Bereitschaft der Regierung zu einem Dialog. Das marokkanische Innenministerium bekräftigte zudem die Einhaltung der Gesetze bei Sicherheitseinsätzen. Die Proteste gelten als Ausdruck tief sitzender Frustration unter der marokkanischen Jugend und als die heftigsten seit Jahren.
Marokko – Innenministerium bestätigt 3. Toten nach Angriff auf Gendarmerieposten in Leqliaa

