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Marokko – Regionales Forum in Nador beleuchtet Herausforderungen bei der Exportförderung im Nordosten

Wirtschaftsförderung für Marokkos Nordosten im Fokus

Regierungsprogramm zur Stärkung des Außenhandels soll territoriale Gerechtigkeit schaffen, doch die Beteiligung der Region L´Oriental bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Nador – Die marokkanische Regierung setzt mit dem Außenhandelsfahrplan 2025-2027 ambitionierte Ziele, um die Wirtschaft des Königreichs weiter zu öffnen und dessen Wettbewerbsfähigkeit auf internationalen Märkten zu stärken. Ein regional ausgerichtetes Forum in Nador am 6. Dezember 2025, das von dem Staatssekretariat für Außenhandel organisiert wurde, beleuchtete diesen Fahrplan spezifisch für die Region L´Oriental im Nordosten des Landes. Die Veranstaltung, die unter dem Motto „Regionen: ein Hebel für Exporte“ stand, zog hochrangige Vertreter, darunter den Gouverneur der Provinz Nador, Jamal Chaarani, und zahlreiche Wirtschaftsakteure an, wie die staatliche Nachrichtenagentur MAP berichtet.

Geringe Beteiligung trotz ehrgeiziger Ziele

Der Staatssekretär für Außenhandel, Omar Hejira, betonte bei dem Forum in Nador, dass die Evaluierung des nationalen Programms – das bereits im Mai 2025 in Casablanca gestartet wurde – darauf abziele, neue Kommunikationskanäle zu schaffen. Ziel sei es, die Unterstützung marokkanischer Unternehmen aller Art zu klären und ihre Präsenz auf den internationalen Märkten zu stärken. Laut Hejira soll durch effektive Unterstützungs- und Beratungsmechanismen die Nutzung globaler Handelsmöglichkeiten ermöglicht und somit eine „territoriale Gerechtigkeit im Exportbereich“ gemäß den Richtlinien von König Mohammed VI. erreicht werden.

Der Fahrplan 2025-2027 trägt das Motto „Außenhandel im Dienste von Beschäftigung und Wachstum“. Er sieht vor, die Exportbasis des Landes jährlich um 400 neue Exporteure zu erweitern, die Exporte um 80 Milliarden Dirham zu steigern und 76.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Allerdings verdeutlichte Staatssekretär Hejira eine Diskrepanz zwischen den Zielen und der aktuellen Beteiligung aus der Region L´Oriental. Trotz großer Anstrengungen auf regionaler Ebene, wie der Einrichtung eines regionalen Außenhandelsbüros und der Organisation von Kommunikationstreffen, wurden aus der Region lediglich vier Anträge (drei in Oujda und einer in Taourirt) zur Unterstützung durch das Programm eingereicht, während es national 155 Anträge gab. Darüber hinaus betrage der Umsatz der Industrieexporte aus der Region nur 2 Milliarden Dirham, was laut Hejira die „enormen Vermögenswerte und die Infrastruktur dieser Region nicht widerspiegelt“.

Dialog und Strategische Achsen zur Lösung von Hürden

Angesichts dieser niedrigen Zahlen betonte Hejira, dass die Region L´Oriental angesichts ihrer Stärken und ihres vielversprechenden Exportpotenzials zu den dynamischsten des Landes gehören sollte. Der Hauptzweck des Forums war es daher, in einen direkten Dialog mit Unternehmern, Investoren, Exporteuren und Importeuren der Region zu treten, um die Herausforderungen zu verstehen und gemeinsam an deren Lösung zu arbeiten.

Das Treffen befasste sich mit verschiedenen Herausforderungen in Bezug auf Export, Finanzierung und Zollverfahren sowie mit Möglichkeiten zur Erleichterung des Zugangs zu ausländischen Märkten. Ein weiterer Fokus lag auf der Verbesserung des Unterstützungsrahmens für lokale Unternehmen, insbesondere im Handwerk und in der Sozial- und Solidarwirtschaft.

Der Außenhandelsfahrplan 2025-2027, der aus einem Konsultationsprozess in allen zwölf Regionen Marokkos hervorgegangen ist, stützt sich auf vier strategische Achsen:

  1. Gezielte und personalisierte Unterstützung für exportierende Unternehmen.
  2. Stärkung der öffentlichen Exportgarantie, um Verfahren zu sichern und neue Märkte zu erschließen.
  3. Aktive, dynamische und innovative Förderung marokkanischer Exporte weltweit.
  4. Umsetzung von sechs wesentlichen Querschnittsreformen zur Steigerung der Gesamtleistung des Exportökosystems.

Die Veranstaltung in Nador unterstreiche das Engagement des marokkanischen Staatssekretariats, die regionalen Disparitäten im Außenhandel zu überwinden und sicherzustellen, dass die Instrumente der Wirtschaftsförderung auch im Nordosten des Landes ihre volle Wirkung entfalten können.

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