Am 20. September stellt das Königreich die Uhren um eine Stunde zurück. Die Regierung reagiert damit auf anhaltende Bürgerproteste gegen die permanente Sommerzeit GMT+1.
Rabat – Marokko kehrt im September zur Greenwich-Hauptzeit (GMT) zurück. Am Sonntag, den 20. September, werden die Uhren um 2:00 Uhr morgens um 60 Minuten auf 1:00 Uhr zurückgestellt. Damit gilt im gesamten Königreich wieder die gesetzliche Normalzeit GMT. Die Maßnahme basiert auf dem im Regierungsrat verabschiedeten Dekret Nr. 2.26.530.
Reaktion auf gesundheitliche und soziale Bedenken
Regierungschef Aziz Akhannouch begründete den Schritt in einer Stellungnahme im Anschluss an die Regierungsratssitzung mit Bitten aus der Bevölkerung. In mehreren Treffen der Regierungsmehrheit seien die Anliegen der Bürger geprüft worden. Im Mittelpunkt standen dabei die negativen Auswirkungen der 2018 eingeführten Ganzjahres-Sommerzeit (GMT+1) auf die Gesundheit und den täglichen Lebensrhythmus.
Bürgerinnen und Bürger hatten in den vergangenen Jahren mehrfach das Ende der zusätzlichen Stunde gefordert. Kritiker verwiesen insbesondere auf Schlafstörungen, Erschöpfung sowie die Belastung für Kinder und Jugendliche, die in den Wintermonaten im Dunkeln den Schulweg antreten mussten. Akhannouch betonte, die Regierung habe auf die Erwartungen der Bürger gehört und reagiere entsprechend.
Ende der Regelung von 2018
Mit dem Beschluss endet das seit 2018 geltende System, bei dem GMT+1 ganzjährig beibehalten und nur während des Fastenmonats Ramadan vorübergehend ausgesetzt wurde. Wie MAGHREB-POST bereits berichtete, zeichnete sich die endgültige Rückkehr zur Standardzeit bereits im Frühsommer nach einer ersten Ankündigung des Kabinetts ab.
Begleitende Anpassungen der Arbeits- und Unterrichtszeiten im öffentlichen Dienst und an Schulen wollen die zuständigen Ministerien in den kommenden Wochen bekannt geben.
Marokko – Permanente Rückkehr zur GMT-Zeitzone im September angekündigt

