StartMarokkoMarokko – Premierminister bekräftigt Pläne zum Ausbau des Sozialstaats

Marokko – Premierminister bekräftigt Pläne zum Ausbau des Sozialstaats

Verpflichtung zur sozialen Gerechtigkeit

Die RNI unter Aziz Akhannouch zieht Bilanz der jüngsten Sozialreformen und präsentiert Wachstumszahlen für Wirtschaft und regionale Entwicklung in Fes-Meknes.

Tissa – Der marokkanische Premierminister und Präsident der Nationalen Sammlung der Unabhängigen (RNI), Aziz Akhannouch, bekräftigte bei der neunten Etappe der Kommunikationstour „Massar Al-Injazat“ in Tissa (Provinz Taounate) das fortwährende Bekenntnis der Regierungsparteri zum Aufbau eines starken Sozialstaates. Laut seinen Aussagen diene dieser Staat dem Ziel, Würde und soziale Gerechtigkeit für die Bevölkerung zu gewährleisten.

Als konkrete Maßnahme hob Akhannouch hervor, dass mehr als vier Millionen Familien von direkter Sozialhilfe profitierten, deren monatliche Beträge zwischen 500 und 1.200 Dirham liegen. Zudem erhielten über vier Millionen Angestellte im öffentlichen und privaten Sektor Gehaltserhöhungen. Auch das Wohnungsbeihilfeprogramm sei mit 72.000 begünstigten Familien angelaufen. Ergänzend dazu gab der RNI-Koordinator Mohamed Chouki an, dass 11 Millionen Marokkaner inzwischen von einer Krankenversicherung profitierten und die Gesundheitslandkarte des Landes durch den Bau neuer Universitätskliniken grundlegend überarbeitet werde.

Wachstum und regionale Agrarprojekte

In Bezug auf die Wirtschaft stellte Akhannouch fest, dass das Wachstum Marokkos weiterhin bei knapp 5 % pro Jahr liege. Auch der Tourismussektor zeige eine starke Dynamik; die Zahl der Touristen werde im Jahr 2025 voraussichtlich 20 Millionen erreichen, was die Position des Königreichs als Investitionsziel stärke.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Region Fes-Meknes. Im Agrarsektor, einem Schlüsselbereich der Region, werde eine vielversprechende Saison mit einer erwarteten Olivenproduktion von 2 Millionen Tonnen prognostiziert. Die Regierung beabsichtige, die Preise für Grundnahrungsmittel durch den Einsatz subventionierten Saatguts und die Einführung neuer Getreide- und Hülsenfruchtsorten zu regulieren.

Wasserpolitik und Infrastruktur

Ein wichtiges Element der regionalen Entwicklung ist die Wasserversorgung. Premierminister Akhannouch betonte die Bedeutung des vorzeitig fertiggestellten M’Daz-Staudamms. Dieses Projekt soll 10.000 Hektar in der Saïs-Ebene bewässern, wobei 90 % der Nutznießer Kleinbauern sind. Der Staudamm habe bereits 400.000 Arbeitstage generiert und solle 10.000 Arbeitsplätze schaffen, wobei das landwirtschaftliche Einkommen pro Hektar von 30.000 auf 50.000 Dirham steigen soll.

Der Minister für Landwirtschaft, Ahmed Bouari, verwies auf die Wasserpolitik gemäß den königlichen Richtlinien. Demnach seien in der Region in den letzten fünf Jahren rund 25.000 Hektar mit Tropfbewässerung ausgestattet worden, zusätzlich zu den geplanten 60.000 Hektar im Rahmen des großen Saïss-Bewässerungsprojekts.

Industrie und Schaffung von Arbeitsplätzen

Im Industriesektor verzeichne Fes-Meknes dank kontinuierlicher staatlicher Bemühungen positive Indikatoren, die zur Ansiedlung großer Unternehmen und zur Schaffung moderner Industriegebiete geführt hätten. Es sollen über 19.000 Arbeitsplätze in Sektoren wie erneuerbare Energien, Textilien, Luft- und Raumfahrt sowie Erdölförderung entstehen. Der Minister für Investitionen, Karim Zidan, hob zudem die Bedeutung eines großen Textil- und Bekleidungsprojekts in Partnerschaft mit einem chinesischen Konzern hervor. Auch der Hafen Nador West Med werde als strategische Plattform für den Export regionaler Produkte dienen und die Region zu einem Logistikzentrum machen.

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