In Davos unterzeichnet Außenminister Bourita die Gründungsurkunde einer US-geführten Initiative, die neue Impulse für die Stabilität im Nahen Osten und die internationale Konfliktlösung setzen soll.
Davos – Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos hat Marokko am 22. Januar 2026 seine Rolle in der internationalen Diplomatie gefestigt. Auf Anweisung von König Mohammed VI. reiste der marokkanische Außenminister Nasser Bourita in die Schweiz, um dort die Gründungsurkunde des neuen Friedensrates zu unterzeichnen. Bourita unterzeichnete stellvertretend Marokkos Beitritt zum Friedensrat im Rahmen einer feierlichen Zeremonie, die unter der Leitung von US-Präsident Donald J. Trump stattfand. Damit gehört das Königreich zu den Erstunterzeichnern dieser neuen Allianz.
Ein neuer diplomatischer Ansatz für regionale Stabilität
Der Friedensrat verfolgt laut Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur MAP das Ziel, zu den Friedensbemühungen im Nahen Osten beizutragen und weltweit neue Ansätze zur Konfliktlösung zu etablieren. Marokko und Bahrain waren die ersten beiden Nationen, welche die Charta ratifizierten, woraufhin Präsident Trump das offizielle Inkrafttreten des Rates verkündete. An der Zeremonie nahmen rund zwanzig Staats- und Regierungschefs teil, darunter Vertreter aus Saudi-Arabien, Ägypten, der Türkei und Indonesien. Das Gremium versteht sich als exklusiver Kreis international anerkannter Führungspersönlichkeiten, die sich für eine sichere und prosperierende Zukunft einsetzen.
Strategische Partnerschaft und regionaler Kontext
Die Teilnahme an dieser Initiative unterstreicht die strategische Positionierung Marokkos. Wie das Portal „Maghreb-Post“ einordnet, festigt das Land damit seine Position als unverzichtbarer strategischer Partner Washingtons in der Region. Die Einladung an das Königreich wird in offiziellen Kreisen als Anerkennung der moderierenden Rolle des Monarchen in regionalen Krisen gewertet. Durch den Beitritt positioniert sich Marokko nicht nur als Vermittler im Nahost-Konflikt, sondern stärkt auch seine bilateralen Beziehungen zu den USA und anderen Schwergewichten der islamischen Welt. In einem Umfeld, das von geopolitischen Umbrüchen geprägt ist, setzt das Land somit auf multilaterale Kooperation unter amerikanischer Schirmherrschaft, um sowohl wirtschaftliche als auch sicherheitspolitische Interessen zu wahren.
Marokko – Strategischer Partner in Washingtons neuem Friedensrat

