Die Generaldirektion für Meteorologie (DGM) prognostiziert für weite Teile des Landes bis einschließlich Dienstag extreme Temperaturen von teilweise über 44 Grad Celsius.
Rabat – In mehreren Provinzen Marokkos sorgt eine aktuelle Hitzewelle für einen drastischen Temperaturanstieg. Wie die marokkanische Generaldirektion für Meteorologie (DGM) in einer offiziellen Wetterwarnung der Alarmstufe Orange bekannt gab, hält das heiße Wetter voraussichtlich von Samstag, den 23. Mai, bis kommenden Dienstag, den 26. Mai 2026, an. Betroffen sind sowohl die südlichen Provinzen als auch landwirtschaftliche Regionen und urbane Zentren im Landesinneren sowie entlang der Atlantikküste.
Besonders intensiv fallen die Temperaturen im Süden und Südwesten des Landes aus. Nach Angaben der Wetterbehörde werden in den Provinzen Tata, Es-Semara, Assa-Zag, Boujdour, Oued Eddahab, Aousserd, Tarfaya, Tan-Tan, Taroudant und Laâyoune Höchstwerte zwischen 41 und 44 Grad Celsius erwartet. Berichte lokaler Medien verweisen darauf, dass die Temperaturen im Süden in der Spitze vereinzelt auch bis zu 45 Grad Celsius erreichen können.
Registrierte Höchstwerte auch in Zentralmarokko
Das meteorologische Phänomen erstreckt sich zeitgleich auf das Landesinnere sowie weite Teile Zentralmarokkos. Für Provinzen wie Marrakech, Fès, Meknès, Kenitra, Larache, Ouezzane, Khouribga, Settat, Chichaoua, El Kelaa des Sraghna sowie Sidi Slimane und Sidi Kacem hat die DGM Temperaturen zwischen 37 und 41 Grad Celsius angekündigt.
Die Hitzewelle dehnt sich im Verlauf der kommenden Tage zudem weiter auf die Küstenregionen aus. Für Montag und Dienstag wird in den Ballungsräumen Rabat, Salé, Skhirate-Témara sowie in Agadir-Idaoutanane, Chtouka-Ait Baha, Inezgane-Ait Melloul und Tiznit ebenfalls heißes Wetter mit Werten zwischen 37 und 41 Grad Celsius vorhergesagt. In den Küstenstädten Casablanca, Mohammedia, Mediouna, El Jadida und Sidi Ifni steigen die Temperaturen im selben Zeitraum voraussichtlich auf 34 bis 37 Grad Celsius.
Auswirkungen auf Alltag und Landwirtschaft
Solche frühsommerlichen Hitzewellen stellen für die betroffenen Regionen eine wiederkehrende Belastung dar. Behörden raten der Bevölkerung in den am stärksten betroffenen Gebieten in solchen Fällen dazu, die direkte Sonneneinstrahlung während der Mittagsstunden zu vermeiden und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Die anhaltend hohen Temperaturen und die damit verbundene Trockenheit erhöhen zudem das Risiko von Vegetationsbränden und belasten die lokale Landwirtschaft, insbesondere mit Blick auf die notwendige Bewässerung der Kulturen.
Die weitere Entwicklung der Wetterlage bleibt unter laufender Beobachtung der nationalen Meteorologiebehörde, um bei gravierenden Veränderungen kurzfristig aktualisierte Bulletins herauszugeben.

