StartGesellschaftMarokko – Gemeinsame Operation stoppt Kokainschiff mit drei Tonnen Ladung

Marokko – Gemeinsame Operation stoppt Kokainschiff mit drei Tonnen Ladung

Internationale Zusammenarbeit führte zum Erfolg

Internationale Ermittlungskooperation führt vor Kanaren zu einem der größten Drogenfunde des Jahres – Schiff „Sky White“ nach monatelanger Observation gestoppt

Madrid – Rabat – In einer groß angelegten internationalen Polizeiaktion ist westlich der Kanarischen Inseln ein Schleppschiff mit rund 3 Tonnen Kokain an Bord abgefangen worden. Wie die marokkanische Nachrichtenagentur MAP berichtet, wurde die „Sky White“ am 13. August 2025 in internationalen Gewässern gestoppt – ein Ergebnis enger Zusammenarbeit zwischen marokkanischen Behörden, spanischem Zollüberwachungsdienst und der spanischen Guardia Civil.

Nach Angaben der stellvertretenden spanischen Zollaufsichtsbehörde (DAVA) befanden sich die Drogen in 80 Ballen unterschiedlicher Größe, versteckt in der Schiffstruktur. Das unter kamerunischer Flagge fahrende Schiff stand seit Sommer 2024 im Verdacht, für groß angelegten Drogenhandel eingesetzt zu werden.

Internationale Zusammenarbeit führte zum Erfolg

Die Ermittlungen waren Teil eines Falles, den die französische Zollforschungs- und Nachrichtendirektion (DNRED) gemeinsam mit Marokko gegen eine kriminelle Gruppe führte, die das Schiff betrieb. Laut MAP wurden auch Polizeibehörden aus Frankreich, dem Vereinigten Königreich (NCA), den Vereinigten Staaten (DEA) und Portugal (Polícia Judiciária) eingebunden. Koordiniert wurde der Einsatz durch das spanische Aufklärungszentrum für Terrorismus und organisierte Kriminalität (CITCO) sowie das Atlantic Drug Trafficking Analysis Centre (MAOC-N).

Die „Sky White“ diente nach Erkenntnissen der Ermittler als Versorgungsschiff für kleinere Boote, um Drogen in der Nähe der Kanarischen Inseln oder der iberischen Küste zu verteilen.

Festnahmen und Sicherstellung

Bei der Enteroperation, die von einem Marineschiff aus durch eine Spezialeinheit der Guardia Civil durchgeführt wurde, nahm man die fünf Besatzungsmitglieder fest – vier aus Bangladesch und einen aus Venezuela. Neben dem Drogenschmuggel stand auch der mangelhafte technische Zustand des 22 Meter langen Schleppers im Fokus: Laut Behörden wies er schwerwiegende Sicherheitsmängel auf, die eine Gefahr für die Crew darstellten.

Nach der Sicherstellung wurden die Drogen nach Teneriffa gebracht und die Verdächtigen in Untersuchungshaft genommen.

Bedeutung für Marokko und die Region

Für Marokko unterstreicht dieser Einsatz die Rolle des Landes als aktiver Partner im internationalen Kampf gegen den Drogenhandel. Durch die geographische Lage zwischen Westafrika, Europa und Atlantikrouten ist das Königreich sowohl potenzielles Transitland als auch wichtiger Kooperationspartner für Sicherheitsbehörden.

Behördenvertreter betonen, dass erfolgreiche Operationen wie diese nur durch ständige und enge Zusammenarbeit zwischen nationalen, europäischen und internationalen Stellen möglich sind. MAP zitiert in diesem Zusammenhang die unermüdliche Unterstützung marokkanischer Behörden als entscheidenden Faktor für den Erfolg.

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