StartMarokkoMarokko – Fahrdienstvermittler Uber wagt zweiten Versuch im Königreich

Marokko – Fahrdienstvermittler Uber wagt zweiten Versuch im Königreich

Offene Fragen zur Regulierung nach dem ersten Fehlschlag von Uber

Vor großen Sportveranstaltungen und angesichts neuer touristischer Ziele kehrt der Fahrdienstleister Uber nach Marokko zurück. Offene Fragen hinsichtlich der regulatorischen Rahmenbedingungen, die bereits 2018 zum Rückzug führten, bleiben.

Casablanca – Der US-amerikanische Fahrdienstvermittler Uber hat am heutigen Donnerstag, den 27. November 2025 seine Rückkehr in den marokkanischen Markt bekannt gegeben. Zunächst werden die Dienste in den Wirtschaftshauptstädten Casablanca und Marrakech eingeführt. Dieser Schritt erfolgt in einer Phase, in der das Königreich einen starken Tourismusboom erlebt und sich auf die Ausrichtung internationaler Großveranstaltungen vorbereitet, darunter der Afrika-Cup der Nationen (AFCON) 2025 und die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2030.

Ziel des Unternehmens ist es, die städtische Mobilität zu vereinfachen und zu digitalisieren. Laut Angaben von Uber erfolgt der Wiedereinstieg in exklusiver Partnerschaft mit lizenzierten Transportunternehmen.

Angebot und die Lehren aus globalen Großereignissen

In einer Pressemitteilung erklärt das kalifornische Unternehmen, dass Nutzer in Casablanca und Marrakech ab sofort über die App Fahrten bestellen und zwischen den Optionen UberX und UberXL wählen können. Der Service soll den Zugang zu modernen Funktionen wie Vorbestellung, kontaktlosem Bezahlen und Rund-um-die-Uhr-Support bieten.

Uber betont, dass diese Expansion Teil einer nationalen Entwicklung Marokkos sei, bei der Mobilität zu den strategischen Prioritäten zählt. Das Unternehmen sieht sich in der Lage, zur Optimierung des Reiseverkehrs beizutragen, und verweist auf seine Erfahrungen bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2022 in Qatar, wo innerhalb von vier Wochen über 2,6 Millionen Fahrten vermittelt wurden.

Für Marokko, das bis 2030 das ambitionierte Ziel verfolgt, 26 Millionen Touristen zu empfangen, soll das standardisierte Transporterlebnis von Uber insbesondere internationalen Besuchern ein verlässliches Angebot biete. Die schrittweise Anbindung weiterer marokkanischer Städte sei für die Zukunft geplant.

Offene Fragen zur Regulierung nach dem ersten Fehlschlag von Uber

Der aktuelle Markteintritt ist der zweite Versuch Ubers in Marokko, nachdem sich das Unternehmen bereits 2018 zurückgezogen hatte. Damals waren die Hauptgründe für den Ausstieg fehlende regulatorische Rahmenbedingungen für Fahrdienstplattformen und anhaltende Spannungen mit traditionellen Taxifahrern.

Die erneute Ankündigung wirft daher ein großes Fragezeichen auf, da die marokkanischen Behörden in den vergangenen Jahren keine offensichtlichen Schritte unternommen haben, einen speziellen Rahmen für Fahrdienstvermittler zu schaffen. Das Verkehrs- und Logistikministerium bekräftigte erst im vergangenen Oktober, dass der kollektive Personenverkehr weiterhin einer vorherigen Genehmigung unterliegt, die nur an rechtmäßig organisierte Akteure vergeben wird.

Uber scheint diese regulatorischen Bedenken nun durch die Entscheidung zu umgehen, ausschließlich mit lizenzierten Transportunternehmen zusammenzuarbeiten. Die langfristige Stabilität des Geschäftsmodells im Königreich hängt jedoch davon ab, ob diese Partnerschaften dauerhaft in die bestehende Gesetzeslage integriert werden können.

Marokko – Fahrdienst Uber setzt seinen Dienst in Marokko aus.

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