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Marokko – WM 2030 Finale – Rennen um den Austragungsort offiziell noch offen.

Marokkos Ambitionen und die FIFA-Position

Wo wird das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 stattfinden? Zwischen Gerüchten um Madrid und Marokkos ambitionierten Plänen

Rabat – Die gemeinsame Bewerbung von Marokko, Spanien und Portugal für die Ausrichtung der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2030 hat die Region in den Fokus der Sportwelt gerückt. Während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, entbrennt hinter den Kulissen ein spannender Wettbewerb um den Austragungsort des Finales. Spanische Medien berichten bereits von einer vermeintlichen Entscheidung zugunsten Madrids, doch Marokko meldet ebenfalls starke Ansprüche an.

Santiago Bernabéu in der Pole-Position?

In den letzten Tagen sorgten Berichte spanischer Medien für Aufsehen. Laut Marca vom 11. Juli 2025 sei bereits eine „endgültige Vereinbarung“ getroffen worden, dass das Finale der WM 2030 im Santiago-Bernabéu-Stadion in Madrid ausgetragen wird. Das pro-Real-Madrid-Medium Marca geht sogar so weit zu behaupten, dass „Real Madrid… das Finale der Weltmeisterschaft 2030 bereits in der Tasche“ habe und sieht darin eine Bestätigung der guten Beziehung zwischen der FIFA und dem Verein. Laur marokkanischen Medien, darunter Le360.ma griffen diese Berichte auf und thematisiert die Spekulationen, ob Real Madrids Präsident Florentino Pérez seinen Aufenthalt bei der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft in den USA genutzt haben könnte, um direkt mit FIFA-Präsident Gianni Infantino über dieses Thema zu sprechen. Laut Le360.ma habe die FIFA „nie einen Hehl aus ihrem Wunsch gemacht, das Finale im Madrider Stadion auszutragen“, um es neben legendären Stätten wie dem Aztekenstadion und dem Maracanã in den Kreis der Stadien mit zwei WM-Endspielen einzureihen.

Marokkos Ambitionen und die FIFA-Position

Trotz der spanischen Berichte dementierte eine Quelle des marokkanischen Nachrichtenportale Le Site Info vom 12. Juli 2025 „jegliche Entscheidung der FIFA“. Die Quelle habe betont, dass die Wahl des endgültigen Stadions noch nicht getroffen worden sei und noch „mehrere Monate“ in Anspruch nehmen werde, da bis zum Turnierbeginn noch mehr als vier Jahre verblieben. Dieselbe Quelle weist zudem darauf hin, dass das Santiago Bernabéu Real Madrid gehört, welches sich bisher geweigert habe, es der FIFA ohne finanzielle Gegenleistung zur Verfügung zu stellen.

Marokko bleibt ein ernstzunehmender Mitbewerber und setzt große Hoffnungen auf das zukünftige Stade Hassan II in Benslimane. Dieses Stadion, dessen Eröffnung für 2028 geplant ist, verspricht eine beeindruckende Kapazität von 115.000 Sitzplätzen und soll allen Anforderungen und Spezifikationen der FIFA entsprechen. Die Schaffung eines neuen Wahrzeichens und die symbolische Bedeutung für den afrikanischen Kontinent könnten hier eine Rolle spielen. Zudem merkt Le360.ma an, dass die FIFA ein Regionalbüro in Rabat eröffnen wird – ihr fünftes in Afrika und das erste in Nordafrika –, was als Zeichen für die wachsende Bedeutung Marokkos für den Weltfußball gewertet werden könnte. Diesbezüglich konstatiert das spanische Medium Marca, dass „Spanien in dieser Hinsicht hinterherhinkt“.

Eine Entscheidung steht offiziell noch aus

Obwohl spanische Medien mit großem Selbstbewusstsein über eine vermeintliche Finalentscheidung berichten, ist laut marokkanischen Quellen und unter Verweis auf die FIFA-Transparenz noch keine offizielle Verkündung erfolgt. Der Wettbewerb zwischen dem geschichtsträchtigen Santiago Bernabéu und dem hochmodernen Stade Hassan II in Benslimane um das Finale der WM 2030 bleibt somit weiterhin offen und verspricht in den kommenden Monaten weitere spannende Entwicklungen. Auffällig still ist es um Portugal und die Hauptstadt Lissabon geworden. am Ende könnte es auch heißen: „Wenn zwei sich streiten, freut sich ein Dritter.“

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