Starkes Wachstum bei Besucherzahlen und Umsätzen stärkt die Rolle des Tourismussektors in der nationalen Wirtschaft
Rabat – Der marokkanische Tourismussektor hat in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres 2025 Einnahmen in Höhe von 67 Milliarden marokkanische Dirham MAD erzielt. Dies geht aus einer Mitteilung des Ministeriums für Tourismus, Handwerk sowie Sozial- und Solidarwirtschaft hervor. Gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024 bedeutet dies einen Zuwachs von rund 13 Prozent bzw. 7,5 Mrd. MAD.
Mehr Besucher, steigende Umsätze
Nach Angaben des Ministeriums reisten bis Ende Juli rund 11,6 Millionen Touristen nach Marokko – ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders der Juli erwies sich als starker Monat: Mit Einnahmen von 13 Mrd. MAD legten die Umsätze im Vergleich zum Juli 2024 um ca. 26 Prozent zu.
Fatim-Zahra Ammor, zuständige Ministerin für Tourismus, erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur MAP, die positive Entwicklung sei ein Beleg für die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung des Sektors. „Der Anstieg der Touristenzahlen und die Investitionen in das Tourismusprodukt festigen Marokkos Position als Reiseziel mit hohem Mehrwert. Wir setzen unsere Bemühungen fort, diese Dynamik aufrechtzuerhalten“, so Ministerin Ammor.
Wirtschaftliche Bedeutung für das Land
Der Tourismussektor gilt in Marokko traditionell als einer der wichtigsten Devisenbringer und Arbeitgeber. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass der Aufwärtstrend, der sich bereits 2024 abgezeichnet hatte, weiter anhält. Beobachter sehen in den gestiegenen Einnahmen einen Beitrag zur Stabilisierung der Staatsfinanzen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen, insbesondere in den Küstenregionen sowie in den touristischen Zentren wie Marrakesch und Fès.
Perspektiven und Herausforderungen
Während die aktuellen Ergebnisse als Erfolg gewertet werden, bleibt für die kommenden Monate die Frage, ob das Wachstum aufrechterhalten werden kann. Faktoren wie die globale wirtschaftliche Lage, mögliche geopolitische Spannungen oder auch klimatische Bedingungen könnten den Trend beeinflussen. Zudem steht Marokko im Wettbewerb mit anderen Reisezielen in der Mittelmeerregion, die ebenfalls auf steigende Touristenzahlen setzen, darunter Spanien, Griechenland, die Türkei und Tunesien.


