StartGesellschaftMarokko – Schnellstraße Tiznit-Dakhla nach Donald Trump benannt

Marokko – Schnellstraße Tiznit-Dakhla nach Donald Trump benannt

Technische Daten und Streckenverlauf

Die 1.055 Kilometer lange Verkehrsverbindung in den südlichen Provinzen trägt laut Medienberichten künftig den Namen „Präsident Donald J. Trump Highway“. US-Präsident Donald Trump dankte König Mohammed VI. auf Truth Social. Eine offizielle Bestätigung aus Rabat steht jedoch noch aus.

Rabat / Washington D.C. – Marokkanischen Medienberichten zufolge ist die 1.055 Kilometer lange Schnellstraße zwischen Tiznit und Dakhla in „Präsident Donald J. Trump Highway“ umbenannt worden. US-Präsident Donald Trump reagierte darauf mit einer Dankesbotschaft an König Mohammed VI. auf seinem Social-Media-Kanal Truth Social. Er bezeichnete die Geste als große Ehre und drückte die Hoffnung aus, die Strecke in Zukunft persönlich zu befahren. Die Umbenennung erfolgt den Berichten zufolge vor dem Hintergrund der US-Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die marokkanische Sahara / Westsahara.

Weder die staatliche Nachrichtenagentur MAP noch das königliche Kabinett (Cabinet Royal) haben die Umbenennung bislang offiziell bestätigt. Die Meldung stützt sich derzeit auf Berichte marokkanischer Medien sowie auf die öffentliche Äußerung des US-Präsidenten.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Technische Daten und Streckenverlauf

Das Infrastrukturprojekt verbindet Tiznit über Guelmim und Laâyoune mit Dakhla. Die Gesamtkosten belaufen sich auf geschätzte 9 bis 10 Milliarden Dirham, was rund einer Milliarde US-Dollar entspricht. Die Trasse gliedert sich in drei Abschnitte:

  • Der 114 Kilometer lange Abschnitt von Tiznit nach Guelmim wurde Ende 2024 fertiggestellt und am 10. Januar 2025 für den Verkehr freigegeben.
  • Die 436 Kilometer lange Strecke zwischen Guelmim und Laâyoune erforderte Investitionen von knapp 5 Milliarden Dirham.
  • Der rund 500 Kilometer lange Teilabschnitt zwischen Laâyoune und Dakhla entstand durch den Ausbau der Nationalstraße Nr. 1 für rund eine Milliarde Dirham.

Das Projekt umfasst insgesamt 16 große Ingenieurbauwerke, darunter das längste Viadukt Marokkos. Zudem wurden modernisierte Beschilderungen, Rastplätze sowie Logistikflächen für den Fischereisektor errichtet. Neben der Erleichterung des Güter- und Personenverkehrs zielt die Straßenführung auf eine Verringerung von Verkehrsunfällen ab.

Einbindung in Entwicklungspläne

Trump veröffentlichte zusammen mit seiner Erklärung ein Video mit dem Titel „Donald J. Trump Highway: Der Weg zu Frieden und Wohlstand“, das die technischen Merkmale der Straße aufgreift. Das Verkehrsvorhaben geht auf das 2015 gestartete Entwicklungsmodell für die „Südprovinzen“ zurück. Es soll unter anderem den Gütertransport zum künftigen Atlantikhafen Dakhla unterstützen und fügt sich in die königliche Initiative ein, den Sahelstaaten einen Zugang zum Atlantischen Ozean zu ermöglichen.

Diplomatisch knüpft die Namensgebung an die langjährige Geschichte beider Staaten an: Marokko hatte 1777 als erstes Land die Unabhängigkeit der USA anerkannt und 1786 einen bis heute gültigen Friedens- und Freundschaftsvertrag unterzeichnet.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Mein Konto

Casablanca
Bedeckt
26.2 ° C
29.1 °
26.2 °
65 %
3.6kmh
100 %
So
28 °
Mo
27 °
Di
27 °
Mi
27 °
Do
27 °