StartGesellschaftMarokko –Neuer Fußballnationaltrainer - Mohamed Ouahbi soll auf Walid Regragui folgen

Marokko –Neuer Fußballnationaltrainer – Mohamed Ouahbi soll auf Walid Regragui folgen

Der neue Nationaltrainer steht vor der Herausforderung der Weltmeisterschaft 2026

Nach dem verlorenen Afrika-Cup-Finale im eigenen Land verdichten sich die Anzeichen für einen personellen Neuanfang bei den Atlaslöwen – ein erfolgreicher U20-Coach steht als Nachfolger für das Turnier 2026 bereit.

Rabat – In der marokkanischen Fußballwelt deutet alles auf ein Ende der Ära Walid Regragui hin. Wie mehrere Medien, darunter Le360 Sport und die französische L’Équipe, übereinstimmend berichten, steht die offizielle Bekanntgabe der Trennung unmittelbar bevor. Obwohl der marokkanische Fußballverband (FRMF) am letzten Donnerstagmittag Berichte über eine bereits erfolgte Neubesetzung noch dementierte, verdichten sich die Hinweise, dass der 50-jährige Regragui sein Amt zur Verfügung gestellt hat.

Historische Erfolge und kontinentale Enttäuschung prägen das Ende der Ära Regragui

Walid Regragui hinterlässt ein beeindruckendes Erbe. Seit seinem Amtsantritt im August 2022 führte er die Atlaslöwen zu einem historischen Halbfinaleinzug bei der Weltmeisterschaft in Katar und etablierte das Team auf Platz 8 der FIFA-Weltrangliste. Unter seiner Regie gelang Marokko zudem ein Weltrekord von 19 Siegen in Folge.

Trotz dieser globalen Erfolge blieb der ersehnte kontinentale Titel aus. Nach dem Achtelfinal-Aus beim Afrika-Cup 2023 folgte zuletzt die bittere Niederlage im Finale der Heim-Meisterschaft 2025 gegen den Senegal. Laut L’Équipe habe Regragui bereits unmittelbar nach diesem Rückschlag seinen Rücktritt eingereicht, sei jedoch vom Verband zunächst gebeten worden, die Entscheidung zu überdenken. Nun scheint die Trennung im gegenseitigen Einvernehmen finalisiert zu sein.

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Mit Mohamed Ouahbi setzt der Verband auf Kontinuität und interne Förderung

Als Favorit für die Nachfolge gilt Mohamed Ouahbi. Der 49-jährige belgisch-marokkanische Trainer feierte erst im Oktober 2025 einen herausragenden Erfolg, als er mit der marokkanischen U20-Nationalmannschaft in Chile den Weltmeistertitel gewann. Ouahbi, der über 17 Jahre lang die renommierte Jugendakademie des RSC Anderlecht prägte, gilt als exzellenter Kommunikator und Taktiker.

Sein Weg vom Pädagogen an Brüsseler Schulen bis hin zum Weltmeistercoach unterstreicht seine Fähigkeit, junge Talente zu führen. „Die Ausbildung eines Spielers ist in erster Linie die Ausbildung eines Menschen“, zitiert ihn Le360 Sport. Mit seiner Ernennung würde der FRMF dem Prinzip treu bleiben, auf fachkundige Trainer mit marokkanischen Wurzeln zu setzen, um die nationale Identität des Teams zu stärken.

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Der neue Nationaltrainer steht vor der Herausforderung der Weltmeisterschaft 2026

Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt nicht. In weniger als 100 Tagen beginnt die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada. Marokko trifft in der Gruppenphase auf prominente Gegner: Das Auftaktspiel findet am 13. Juni im MetLife Stadium in New Jersey gegen Brasilien statt, gefolgt von Partien gegen Schottland und Haiti. Die Erwartungshaltung ist nach den Erfolgen der letzten Jahre enorm. Ouahbis Aufgabe wird es sein, die defensive Stabilität Regraguis mit neuen offensiven Impulsen zu verknüpfen, um den Platz in der Weltspitze zu verteidigen.

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