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Marokko – Neue Exportplattform eTrade.ma soll Unternehmen den Zugang zu internationalen Märkten erleichtern

Ausbau in mehreren Etappen

Marokko hat mit eTrade.ma eine nationale B2B-E-Commerce-Plattform für Exporte gestartet. Die digitale Lösung soll insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu internationalen Käufern erleichtern und die Digitalisierung des Außenhandels vorantreiben.

Rabat – Das marokkanische Staatssekretariat für Außenhandel hat am Montag auf dem Campus der Mohammed VI Polytechnic University (UM6P) in Benguerir die Exportplattform eTrade.ma vorgestellt. Nach Angaben der Behörde können exportorientierte Unternehmen dort ihre Produkte digital präsentieren und einfacher mit internationalen Geschäftspartnern in Kontakt treten.

Die gemeinsam mit der UM6P entwickelte Plattform ist Teil des Außenhandelsprogramms 2025–2027. Sie richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen sowie Genossenschaften, die beim Zugang zu internationalen Märkten häufig auf Hürden wie eine geringe Sichtbarkeit, begrenzte Netzwerke oder aufwendige Exportverfahren stoßen.

An der Vorstellung nahmen unter anderem Außenhandelsstaatssekretär Omar Hejira, UM6P-Generaldirektor Abdelhadi Sohib, ASMEX-Generaldirektor Mounir Ferram sowie Vertreter des Unternehmerverbandes CGEM und weiterer Akteure des Exportsektors teil.

Ausbau in mehreren Etappen

Nach Angaben des Staatssekretariats wird eTrade.ma zunächst in einer Pilotphase eingeführt und anschließend schrittweise weiteren marokkanischen Exportunternehmen zur Verfügung gestellt. Bis 2027 sollen rund 1.000 Unternehmen die Plattform nutzen. Die Regierung erwartet dadurch zusätzliche Exporterlöse von mehr als 15 Milliarden Dirham. Ob dieses Ziel erreicht wird, bleibt abzuwarten.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurden zudem zwei Kooperationsabkommen unterzeichnet. Eines sieht eine engere technische Anbindung der Plattform an das nationale Außenhandelsportal PortNet vor. Ein weiteres betrifft die Entwicklung integrierter Logistiklösungen gemeinsam mit der Barid Al-Maghrib Group, Chronopost International Morocco, der OCP Foundation und der UM6P.

Außenhandelsstaatssekretär Omar Hejira erklärte, die Plattform solle Unternehmen unabhängig von ihrem Standort den Zugang zu internationalen Märkten erleichtern und die Digitalisierung der Exportprozesse voranbringen. Auch der Unternehmerverband CGEM sieht in eTrade.ma eine Möglichkeit, die internationale Sichtbarkeit marokkanischer Unternehmen zu verbessern.

Mit der neuen Plattform reagiert Marokko auf die wachsende Bedeutung des digitalen B2B-Handels. Nach Angaben des Staatssekretariats wird das weltweite Marktvolumen in diesem Segment im Jahr 2026 auf rund 28 Billionen US-Dollar, ca. 24,5 Mrd. Euro, geschätzt. Ob eTrade.ma die erhoffte Wirkung auf die Exportentwicklung entfalten wird, dürfte sich erst nach Abschluss der Pilotphase zeigen.

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