Feier in der Hassan-Moschee verbindet Tradition, religiöse Lehren und kulturelle Auszeichnungen
Rabat – Am Abend des 4. September 2025 (11. Rabii Al Awwal 1447) leitete König Mohammed VI. in seiner Rolle als Amir Al-Mouminine (Führer der Gläubigen) eine religiöse Mahnwache in der Hassan-Moschee in Rabat. Anlass war das Gedenken an Eid Al-Mawlid Annabaoui Acharif, den Geburtstag des Propheten Mohammed. Begleitet wurde der Monarch von Kronprinz Moulay El Hassan, Prinz Moulay Rachid und Prinz Moulay Ahmed.
Die Zeremonie war geprägt von Koranrezitationen und Lobgesängen auf den Propheten. Zudem nutzte der Minister für Habous und islamische Angelegenheiten, Ahmed Toufiq, die Gelegenheit, um über die Arbeit des Hohen Rates der Ulema zu berichten. Laut der statlichen Nachrichtenagentur MAP betonte er, dass die diesjährigen Feierlichkeiten auf den Lehren des Propheten und deren Bedeutung für ein „glückliches Leben im Einklang mit göttlichem Gesetz“ ausgerichtet seien.
Religiöse Aufsicht und gesellschaftlicher Dialog
Minister Toufiq hob hervor, dass die Ulema ein Projekt der religiösen Aufsicht vorantreiben, dessen Ziel die Vermittlung universeller Werte sei. In diesem Rahmen habe der Hohe Rat der Ulemas zu Jahresbeginn ein Treffen mit Entwicklungsakteuren organisiert, um den Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Entwicklung und den Lehren des Korans zu diskutieren.
Dieser Ansatz, so der Minister, solle eine Brücke zwischen religiöser Tradition und modernen Herausforderungen schlagen – ein Modell, das unter der Führung des Königs internationale Bedeutung gewinnen könne.
Vergabe der Mohammed-VI.-Preise
Ebenfalls im Zentrum der Feierlichkeiten stand auch die Vergabe mehrerer Auszeichnungen. König Mohammed VI. verlieh den Mohammed-VI.-Preis für islamisches Denken und Studien an Abbas Rhila aus Marrakech. Dieser Preis würdigt Wissenschaftler, die sich im Bereich der Islamwissenschaften durch herausragende Leistungen auszeichnen.
Daneben wurden internationale Preise im Bereich der Koranrezitation und -exegese vergeben, darunter an Hassan Bakkour aus Syrien und Ayoub Alla aus Salé. Auch die marokkanische Kunst erhielt besondere Anerkennung: Auszeichnungen gingen an Kalligrafen wie Jaouad Ettaybi und El Mostapha Ajdi sowie an Künstler der dekorativen Papierkunst und arabischen Literatur.
Politische und gesellschaftliche Bedeutung
Die Veranstaltung fand im Beisein hoher Vertreter des Staates statt, darunter der Regierungschef, Parlamentspräsidenten, Mitglieder des diplomatischen Korps sowie zivile und militärische Persönlichkeiten.
Die Feier reiht sich in die Tradition marokkanischer Monarchen ein, die den Geburtstag des Propheten als Moment religiöser Besinnung und kultureller Würdigung gestalten. Zugleich unterstreicht die Kombination aus religiösen Ritualen, intellektueller Debatte und kulturellen Auszeichnungen die Rolle des Königs als spiritueller und politischer Führer.
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