StartGesellschaftMarokko – Knapper 1:0-Sieg gegen Schottland öffnet das Tor zum Sechzehntelfinale

Marokko – Knapper 1:0-Sieg gegen Schottland öffnet das Tor zum Sechzehntelfinale

Frühe Führung sorgt für Spielkontrolle

Trotz deutlicher spielerischer Überlegenheit und einem frühen Treffer durch Ismael Saibari verpassen die „Atlas-Löwen“ einen höheren Erfolg. Der Weltranglistensechste kontrolliert die Partie über weite Strecken, lässt aber die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen.

Foxborough – Die marokkanische Fußballnationalmannschaft ist bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko weiter auf Kurs in Richtung K.-o.-Runde. Im Gillette Stadium im US-amerikanischen Foxborough bezwang die Auswahl des Königreiches die schottische Nationalelf mit 1:0 (1:0). Matchwinner war erneut Angreifer Ismael Saibari mit einem frühen Tor. Obwohl das marokkanische Team das Spiel über die gesamte Distanz im Griff hatte und defensiv kaum ernsthafte Gefahr aufkommen ließ, spiegelte das knappe Endergebnis die deutliche Überlegenheit des Favoriten nur unzureichend wider.

Frühe Führung sorgt für Spielkontrolle

Die Begegnung begann optimal für die Mannschaft von Nationaltrainer Mohamed Ouahbi. Bereits in der zweiten Spielminute bediente Brahim Diaz mit einem präzisen Zuspiel Saibari, der den Ball entschlossen in den oberen Torwinkel drosch. Mit der Führung im Rücken übernahmen die Marokkaner die vollständige Kontrolle im Mittelfeld, wo Ayyoub Bouaddi das Spiel ordnete. Mit zeitweise über 60 Prozent Ballbesitz wurden die Schotten tief in die eigene Hälfte gedrängt.

Dem eigenen Anspruch als aktueller Sechster der FIFA-Weltrangliste wurde das Team im spielerischen Aufbau und in den Defensivreihen absolut gerecht. Einzig die Chancenverwertung verhinderte eine vorzeitige Entscheidung. Bilal El Khannouss (36.) vergab freistehend vor dem schottischen Torhüter Angus Gunn, indem er über das Gehäuse zielte. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum: Ein abgefälschter Schuss von Saibari klatschte an das Lattenkreuz (50.), und nur zwei Minuten später verhinderte Gunn mit einer Glanzparade nach einem Kopfball von El Khannouss den zweiten marokkanischen Treffer.

Schottische Bemühungen bleiben harmlos

Schottland, trainiert von Steve Clarke, versuchte in der zweiten Halbzeit zwar phasenweise den Druck zu erhöhen, fand gegen die diszipliniert stehende marokkanische Abwehr jedoch kaum Mittel. Ein vermeintliches Foul im Strafraum an einem schottischen Offensivspieler (49.) ließ das usbekische Schiedsrichtergespann weiterlaufen.

Erst in der 85. Spielminute kamen die Europäer zu ihrer einzig nennenswerten Möglichkeit, als ein Schuss von Scott McTominay abgefälscht am Außennetz des Tores von Yassine Bounou landete. Eine echte Ausgleichschance oder eine spürbare Bedrohung des Sieges resultierte daraus jedoch nicht. Ouahbi nutzte die Schlussminuten, um mit späten Wechseln – unter anderem kamen Soufiane Rahimi und Azzedine Ounahi – frische Kräfte zu bringen und die Partie souverän nach Hause zu spielen.

Ausgangslage vor dem Gruppenfinale

Mit vier Punkten aus zwei Spielen steht Marokko in Gruppe C hervorragend da und rangiert punktgleich mit Brasilien an der Spitze. Die Südamerikaner gewannen ihr Parallelspiel gegen Haiti mit 3:0 und führen die Tabelle aufgrund der besseren Tordifferenz an.

Am kommenden Donnerstag (25. Juni, 0:00 Uhr MESZ / 24. Juni, 23:00 Uhr marokkanischer Zeit) bestreitet Marokko im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta das letzte Gruppenspiel gegen Haiti. Um sich den Gruppensieg im Fernduell mit den von Carlo Ancelotti trainierten Brasilianern zu sichern, wird gegen den Außenseiter eine effektivere Verwertung der Torchancen entscheidend sein.

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