StartGesellschaftMarokko – Gewaltsamer Angriff auf Gründungsmitglied der „Wuppertaler Marokkaner“ in Solingen

Marokko – Gewaltsamer Angriff auf Gründungsmitglied der „Wuppertaler Marokkaner“ in Solingen

Reaktion „Wuppertaler Marokkaner“ auf die Tat

Ilham Temsamani, bekannte Vertreterin der marokkanischen Community in Deutschland, wird im Park attackiert – Polizei ermittelt wegen Körperverletzung.

Köln – Laut Radio Wuppertal wurde Frau Ilham Temsamani, Gründungsmitglied der „Wuppertaler Marokkaner“, am gestrigen Mittwochnachmittag in Solingen von einem Mann angegriffen. Der Vorfall habe sich gegen 15:00 Uhr in der Goerdeler Straße in Solingen ereignet. Nach Angaben der Polizei, die einen Einsatz in diesem Zusammenhang bstätigte, schlug ein 24-jähriger Mann mutmaßlich aus Guinea der 29-jährigen Deutschen mit marokkanischem Hintergrund ins Gesicht. Frau Temsamani habe eine stark blutende Platzwunde an der Augenbraue erlitten und sei ambulant im Krankenhaus behandelt worden.

Zum Tatzeitpunkt befand sie sich mit einer Freundin und mehreren Kindern in einem Park. Die Polizei fertigte eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Reaktion „Wuppertaler Marokkaner“ auf die Tat

Der Verein „Marokkaner in Deutschland“ bestätigte ebenfalls den Angriff in einer Pressemitteilung und ergänzte, dass der mutmaßliche Täter nach ersten Informationen durch Sicherheitspersonal als ehemaliger Bewohner eines nahegelegenen Flüchtlingsheims identifiziert worden sei. In einer weiteren Mitteilung des Vereins wird angegeben, dass der Beschuldigte polizeibekannt sei.

Die Organisation betonte Frau Temsamanis langjähriges ehrenamtliches Engagement für die marokkanische Community und wünschte ihr schnelle Genesung.

Politischer Kontext und Forderungen

Der Verein verwies auf das am 1. August 2025 veröffentlichte Positionspapier der „Wuppertaler Marokkaner“ zur Kommunalwahl. Darin wird festgestellt, dass sich das subjektive Sicherheitsgefühl in Wuppertal verschlechtert habe und Menschen mit Migrationsgeschichte oft besonders von Gewalt betroffen seien. Wörtlich heißt es laut der Mitteilung:
„Stadtrat, Verwaltung und Ordnungsbehörden müssen diese Perspektive verstärkt berücksichtigen. Es bedarf lokaler, kultursensibler Partnerschaften mit zivilgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren zur Entwicklung wirksamer Präventionsmaßnahmen.“

Nach dem Angriff fordern die „Marokkaner in Deutschland“ eine umfassende und transparente Aufklärung des Vorfalls sowie eine schnelle Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen.

Ermittlungen laufen

Die Polizei in Solingen hat die Ermittlungen wegen Körperverletzung aufgenommen. Offizielle Angaben zu den genauen Hintergründen oder möglichen Motiven des Täters liegen derzeit nicht vor. Ob sich das marokkanische Konsulat in Düsseldorf in den Fall eingeschaltet hat, ist bisher nicht bekannt.

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