Trotz offizieller Stille seitens des afrikanischen Fußballverbandes CAF verdichten sich die Hinweise auf eine Terminkorrektur des prestigeträchtigen Turniers im Königreich.
Rabat – Kurz vor dem geplanten Anpfiff des Frauen-Afrika-Cups (WAFCON) 2026 in Marokko wachsen die Zweifel an der Einhaltung des ursprünglichen Zeitplans. Eigentlich sollte das Turnier vom 17. März bis zum 3. April stattfinden, doch Berichte aus Verbandskreisen deuten auf eine signifikante Planänderung hin.
Medienberichte signalisieren Abkehr vom geplanten März-Termin
Wie unter anderem das Portal Le360 Sport berichtet, verdichten sich die Anzeichen, dass der Wettbewerb in den Sommer 2026 verlegt wird. Hintergrund sei eine informelle Mitteilung des CAF-Generalsekretariats an die Mitgliedsverbände, wonach eine Durchführung im März organisatorisch kaum noch realisierbar erscheine. Während spezialisierte Sportmedien die Verschiebung bereits als beschlossene Sache darstellen, hüllt sich die CAF offiziell noch in Schweigen. Auf der Webseite des Verbandes werden weiterhin Kaderlisten und Vorberichte für den ursprünglichen Termin publiziert, was für erhebliche Verunsicherung bei den beteiligten Nationalmannschaften und Fans sorgt.
Logistische Herausforderungen nach dem Afrika-Cup der Männer
Ein wesentlicher Grund für die mögliche Neuterminierung liegt in der hohen Belastung der marokkanischen Infrastruktur. Da das Land erst im Januar und Februar 2026 den Afrika-Cup der Männer ausrichtete, stellt die unmittelbare Folgeorganisation eines weiteren Großereignisses eine enorme logistische Herausforderung dar. Zudem erschweren Überschneidungen im internationalen Rahmenterminkalender die Abstellung von Spielerinnen aus europäischen Ligen, was die Qualität des Wettbewerbs beeinträchtigen könnte.
Sportliche Relevanz für die Weltmeisterschaft 2027
Die endgültige Entscheidung über den Zeitpunkt hat weitreichende Konsequenzen, da die WAFCON gleichzeitig als offizielles Qualifikationsturnier für die Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien fungiert. Eine Verschiebung in den Sommer würde den Nationalverbänden zwar mehr Vorbereitungszeit verschaffen, erfordert jedoch eine enge Abstimmung mit der FIFA, um die Integrität des globalen Spielplans zu wahren. Für Marokko steht zudem der Ruf als verlässlicher Gastgeber sportlicher Großevents im Fokus, während man sich strategisch bereits auf die gemeinsame Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2030 vorbereitet.

