Marokkanische Sicherheitskräfte zerschlagen mutmaßliches internationales Schmugglernetzwerk, das Strände bei Casablanca als Umschlagplatz nutzte.
Marokkanische Behörden haben einen bedeutenden Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gemeldet. Das Zentrale Büro für gerichtliche Ermittlungen (BCIJ) zerschlug am Dienstag, basierend auf präzisen Informationen der Generaldirektion für territoriale Überwachung (DGST), ein mutmaßliches kriminelles Netzwerk, das Marokko für den maritimen Schmuggel nutzte. Die Operation, die Teil der umfassenden Sicherheitsbemühungen zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität ist, führte zur Beschlagnahmung einer großen Menge Rauschgift.
Zerschlagung des Netzwerks und Festnahmen
Die Maßnahme führte zur Festnahme von acht Personen, deren Alter laut der staatlichen Nachrichtenagentur MAP zwischen 32 und 60 Jahren liegt. Unter den Verhafteten befinden sich auch zwei Frauen. Die Festnahmen erfolgten in den Städten Kenitra und Casablanca. Das Netzwerk soll Strände nahe Casablanca als Ausgangspunkte für ihre Schmuggelfahrten genutzt haben, die mit Schlauchbooten über das Meer durchgeführt wurden, wie die MAP in ihrem Bericht vom 27. November 2025 angab.
Umfangreiche Beschlagnahmung von Rauschgift und Bargeld
Bei den Durchsuchungen wurden insgesamt 390 Ballen „Chira“ (Haschisch) mit einem Gesamtgewicht von 16 Tonnen sichergestellt. Zusätzlich konfiszierten die Ermittler Bargeld in Höhe von 2,5 Millionen Dirham sowie sechs Schlauchboote, acht Außenbordmotoren und vier Fässer Treibstoff. Die Verdächtigen befinden sich in Gewahrsam. Die nun folgenden Ermittlungen, die unter der Aufsicht der zuständigen Staatsanwaltschaft stehen, zielen darauf ab, alle nationalen und internationalen Verflechtungen dieses Netzwerks aufzudecken und weitere beteiligte Personen festzunehmen.

