StartGesellschaftMarokko – Erneute Festnahme wegen mutmaßlicher ISIS-Zugehörigkeit in Tétouan

Marokko – Erneute Festnahme wegen mutmaßlicher ISIS-Zugehörigkeit in Tétouan

Anhaltende Bedrohung und erfolgreiche Terrorismusbekämpfung

Sicherheitskräfte vereiteln nach präzisen Informationen mutmaßlichen Anschlag eines 26-jährigen ISIS-Anhängers und unterstreichen damit die anhaltende Bedrohungslage im Königreich.

Rabat – Die marokkanischen Sicherheitsbehörden haben am gestrigen Mittwoch in der Stadt Tétouan, Südöstlich von Tanger, einen mutmaßlichen Anhänger der Terrororganisation „Daesh“ (auch bekannt als IS oder ISIS) festgenommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur MAP unter Berufung auf eine Erklärung des Zentralen Büros für gerichtliche Ermittlungen (BCIJ) berichtet, soll der 26-jährige Mann in der Phase der Ausführung eines „unmittelbar bevorstehenden und äußerst gefährlichen Terroranschlags“ gewesen sein. Die Aktion erfolgte auf Basis präziser Informationen der Generaldirektion für territoriale Überwachung (DGST). Ziel des geplanten Anschlags sei es gewesen, die öffentliche Ordnung „ernsthaft zu untergraben“.

Sichergestellte Beweismittel und Ermittlungen

Bei dem Einsatz wurde nach Angaben des BCIJ eine große Stichwaffe sichergestellt, die der Verdächtige für seine terroristischen Vorhaben einsetzen wollte. Darüber hinaus wurde im Haus des Mannes eine Flagge der Terrororganisation beschlagnahmt.

Der Verdächtige war den Behörden bereits aufgefallen, da er über verschiedene Medienplattformen Inhalte im Zusammenhang mit terroristischen Operationen von „Daesh“ verbreitet hatte.

Der Festgenommene befindet sich derzeit in Gewahrsam des BCIJ. Die Ermittlungen, die unter der Aufsicht der zuständigen Staatsanwaltschaft geführt werden, zielen darauf ab, alle dem Mann zugeschriebenen terroristischen Projekte zu identifizieren und mögliche Verbindungen sowohl innerhalb als auch außerhalb Marokkos aufzuklären.

Anhaltende Bedrohung und erfolgreiche Terrorismusbekämpfung

Dieser Vorfall beleuchtet laut BCIJ das Wiederaufleben terroristischer Bedrohungen gegen das Königreich. Die Sicherheitsdienste Marokkos sind jedoch seit Jahren verstärkt in der Terrorismusbekämpfung aktiv.

Nach Angaben des Nachrichtenportals Morocco World News erklärte Innenminister Abdelouafi Laftit Anfang des Monats, dass Marokko seit 2002 über 200 Terrorzellen zerschlagen habe. Die Sicherheitsdienste, insbesondere das BCIJ, hätten im laufenden Jahr mehrfach kooperiert, um Bedrohungen zu begegnen. So zerschlug das BCIJ im Juli eine vierköpfige ISIS-Zelle zwischen Tétouan und Chefchaouen und vereitelte im Februar einen weiteren Anschlag durch die Festnahme von zwölf Extremisten in verschiedenen Städten.

Marokko wird von internationalen Partnern wie den USA, Frankreich und Spanien für seine führende Rolle und die Beiträge zur internationalen Terrorismusbekämpfung gelobt, die auch zur Vereitelung von Anschlägen in befreundeten Ländern beigetragen hätten, so Laftit laut Morocco World News. Die jüngste Festnahme in Tétouan reiht sich somit in eine Reihe kontinuierlicher Sicherheitsbemühungen Marokkos ein.

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