Die Auslosung der Gruppenphasen für den Afrika-Cup der Frauen weckt Vorfreude auf das Prestigeduell gegen Algerien und den Kampf um die WM-Qualifikation.
Rabat – Während Marokko gespannt auf das morgige Finale der Afrikameisterschaft der Männer blickt, in dem die Marokkaner als Gastgeber gegen den Senegal antreten werden, wirft das nächste sportliche Großereignis bereits seine Schatten voraus. Getreu dem Motto „Nach der Afrikameisterschaft der Männer ist vor der Afrikameisterschaft der Frauen“ wurden am vergangenen Donnerstag im Mohammed VI Football Complex in Salé die Gruppen für das kommende kontinentale Turnier der Frauen ausgelost. Die offizielle Afrikameisterschaft der Frauen wird vom 17. März bis zum 3. April 2026 im Königreich ausgetragen.
Herausfordernde Gruppenphase mit nordafrikanischem Derby
Die marokkanische Auswahl, die nach ihren jüngsten Erfolgen bei der Weltmeisterschaft sogar königliche Anerkennung durch Mohammed VI. erfuhr, führt die Gruppe A an. Die Gastgeberinnen treffen dabei auf Algerien, den Senegal und Kenia. Besonders das Aufeinandertreffen mit Algerien verspricht eine hohe sportliche und regionale Relevanz. Insgesamt wurde das Teilnehmerfeld von 12 auf 16 Mannschaften erweitert, die in vier Vierergruppen um den Einzug in die K.o.-Runde kämpfen. Nur die jeweils zwei besten Teams jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale.

Hohe sportliche Relevanz durch WM-Qualifikationsplätze
Der Sinn und Zweck dieses Turniers geht über den rein kontinentalen Titel hinaus. Die sportliche Bedeutung wird durch die direkte Verknüpfung mit der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien unterstrichen. Laut dem Reglement der Confédération Africaine de Football (CAF) qualifizieren sich alle vier Halbfinalistinnen direkt für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien. Für die Teams, die im Viertelfinale ausscheiden, bleibt teilweise noch die Resthoffnung, sich über interkontinentale Play-offs einen der letzten Startplätze für die Endrunde in Südamerika zu sichern.
Sportförderung als Teil der nationalen Identität
Die Vergabe des Turniers an Marokko spiegelt die wachsende Bedeutung des Landes als sportliches Zentrum der Region wider. Nach der massiven Begeisterung für das aktuelle Herrenturnier soll die Frauen-Meisterschaft diesen Schwung nutzen. Die Professionalisierung des Sektors wird dabei nicht nur als finanzielles Investment gesehen, sondern als Bestreben, die gesellschaftliche und kulturelle Strahlkraft des marokkanischen Fußballs nachhaltig auf globaler Ebene zu festigen.

