Die algerische Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika ausgeschieden. Im Sechzehntelfinale unterlagen die „Wüstenfüchse“ am Donnerstagabend (Ortszeit) in Vancouver der Schweiz mit 0:2 (0:1) und verpassten damit erneut den Einzug in die nächste Runde.
Toronto – Algerien, das als Gruppendritter der Gruppe J in die K.-o.-Phase eingezogen war, fand im BC Place Stadium gegen die effizient agierenden Schweizer nicht in die Partie. Bereits in der 10. Minute sorgte Breel Embolo für die Führung der Eidgenossen, nachdem Johan Manzambi die algerische Defensive überlaufen hatte. Ein zweiter Treffer von Dan Ndoye unmittelbar nach Wiederanpfiff (46.) besiegelte schließlich die Niederlage.
Fehleranfälligkeit in der Defensive
Algerien zeigte sich über weite Strecken der Begegnung zu harmlos in der Offensive. Zwar verzeichneten die Nordafrikaner phasenweise ein optisches Übergewicht, doch blieben klare Torchancen gegen die Schweizer Defensive Mangelware. Kurz vor der Halbzeit vergab Ibrahim Maza die beste Gelegenheit zum Ausgleich. Nach dem frühen Gegentor in der zweiten Hälfte – resultierend aus einem Ballverlust im eigenen Spielaufbau – konnte die Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic kaum noch entscheidende Akzente setzen.
Petkovic unterliegt seinem Ex-Team
Das Aufeinandertreffen stand auch im Zeichen des Trainerduells zwischen Murat Yakin und seinem Vorgänger Vladimir Petkovic. Petkovic, der Algerien defensiv ausrichtete und auf Amine Gouiri in der Startelf verzichtete, musste anerkennen, dass sein Team gegen die Abgezocktheit der Schweiz an diesem Abend nicht bestehen konnte. Für die algerische Auswahl bedeutet dieses Ergebnis, dass das Warten auf den ersten Erfolg in einer WM-K.-o.-Runde weitergeht.
Die Schweiz, die erstmals seit 88 Jahren wieder ein K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft überstand, trifft im Achtelfinale am kommenden Dienstag auf den Sieger der Partie zwischen Kolumbien und Ghana.

