Die Auslosung der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 hat Tunesien eine sportlich herausfordernde Gruppe F beschert, in der neben Topfavorit Niederlande auch Japan und ein Play-off-Sieger warten.
Washington D.C. – Bei der mit Spannung erwarteten Auslosung der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 am Freitag, den 5. Dezember 2025, im John F. Kennedy Center in Washington D.C., fiel für die tunesische Nationalmannschaft, die sogenannten „Karthago-Adler“, eine anspruchsvolle Entscheidung: Sie wurden in Gruppe F gelost. Tunesien trifft damit auf die europäische Fußballmacht Niederlande, den asiatischen Vertreter Japan sowie den Gewinner der Europa-B-Play-offs, der aus den Teams Ukraine, Schweden, Polen oder Albanien hervorgeht.
Diese Konstellation garantiert bereits in der Gruppenphase ein spannendes Duell gegen das traditionsreiche Oranje-Team. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte bei der Zeremonie zur Auslosung das anstehende Turnier mit 48 Teilnehmern als „die größte Weltmeisterschaft aller Zeiten“ bezeichnet.

Die Konstellation in Gruppe F: Niederlande als Top-Favorit
Die Zusammensetzung der Gruppe F stellt Tunesien vor eine beträchtliche sportliche Herausforderung, wie ein Blick auf die aktuelle FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste (Stand 19. November 2025) verdeutlicht:
- Niederlande belegt aktuell den beeindruckenden 7. Platz der Welt und zählt zu den Mitfavoriten auf den Gruppensieg.
- Japan wird auf Platz 17 geführt und gilt als ernstzunehmender Gegner aus Asien.
- Tunesien rangiert auf Platz 32 und muss sich gegen die höher eingestuften Nationen beweisen.
- Der Gewinner des Play-offs Europa B wird ebenfalls ein Team mit Ambitionen sein.
Diese Zahlen unterstreichen, dass Tunesien, das in den letzten Jahren immer wieder seine Stärke im afrikanischen Kontinentalfußball unter Beweis stellte, eine konzentrierte Leistung benötigt, um die Gruppenphase erfolgreich zu meistern.
Maghreb-Fußball auf der Weltbühne
Die Weltmeisterschaft 2026, die mit 48 Teams in elf Stadien in den USA, drei in Mexiko und zwei in Kanada ausgetragen wird, bietet den Teilnehmern erweiterte Qualifikationschancen. Das neue Format sieht vor, dass die beiden Gruppenbesten sowie die acht besten Drittplatzierten der zwölf Vierergruppen in die Runde der letzten 32 einziehen – eine Chance, die Tunesien in dieser anspruchsvollen Konstellation nutzen muss.
Besonders hervorzuheben ist die starke Präsenz des Maghreb-Fußballs. Neben Tunesien haben sich mit Marokko (Gruppe C, aktuell auf Platz 11 geführt) und Algerien (Gruppe J, aktuell auf Platz 35 geführt) zwei weitere nordafrikanische Staaten qualifiziert.
Marokko, das bei der WM 2022 in Katar mit dem Erreichen des vierten Platzes Geschichte schrieb, hat die Ambitionen für die gesamte Region neu definiert. Tunesien wird versuchen, an die eigene Tradition anzuknüpfen und die Chance der erweiterten Endrunde zu nutzen.
Der Startschuss für das Turnier fällt am 11. Juni 2026 im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, das Finale findet am 19. Juli 2026 in der Metropolregion New York statt. Der konkrete Spielplan für Tunesien wird zeitnah von der FIFA bekannt gegeben.
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