StartGesellschaftTunesien – Fußballverband trennt sich nach WM-Auftaktniederlage von Nationaltrainer Lamouchi

Tunesien – Fußballverband trennt sich nach WM-Auftaktniederlage von Nationaltrainer Lamouchi

Hervé Renard übernimmt die Leitung

Nach der deutlichen 1:5-Niederlage gegen Schweden im ersten Gruppenspiel der FIFA-WM 2026 hat sich der tunesische Fußballverband von Trainer Sabri Lamouchi mit sofortiger Wirkung getrennt. Als Nachfolger für den weiteren Turnierverlauf wurde der erfahrene Franzose Hervé Renard präsentiert.

Tunis – Die Entscheidung wurde am Dienstagmorgen offiziell über die Social-Media-Kanäle des tunesischen Fußballverbandes kommuniziert. Herr Lamouchi, der erst im Januar dieses Jahres das Amt des Nationaltrainers übernommen hatte, verlässt damit das Teamquartier in Mexiko mit sofortiger Wirkung.

Taktische Kritik nach Debakel

Die Trennung folgt auf eine sportlich enttäuschende Vorstellung der „Adler von Karthago“ im Auftaktspiel gegen Schweden in Monterrey bei der derzeit stattfinden FIFA-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada. Das 1:5 wurde von tunesischen Beobachtern und Experten scharf kritisiert. Bereits unmittelbar nach der Partie am Montag hatten unter anderem der Trainer Amine Beji und der Journalist Refki Boussetta in Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur TAP das taktische Vorgehen von Lamouchi als Hauptursache für die deutliche Niederlage benannt.

Die Bilanz von Lamouchi seit seiner Amtsübernahme im Januar nach dem Afrika-Cup blieb hinter den Erwartungen zurück: In fünf Spielen gelangen lediglich ein Sieg gegen Haiti (1:0) sowie ein Unentschieden. Demgegenüber standen drei Niederlagen, darunter eine 0:5-Generalprobe gegen Belgien und ein 0:1 gegen Österreich.

Hervé Renard übernimmt die Leitung

Mit Hervé Renard hat der Verband kurzfristig einen international erfahrenen Nachfolger für die verbleibenden Vorrundenspiele gefunden. Der 57-jährige Franzose, der zuletzt die Nationalmannschaft Saudi-Arabiens betreute, gilt als Kenner des afrikanischen Fußballs und führte in der Vergangenheit bereits Sambia sowie die Elfenbeinküste zum Titel beim Afrika-Cup. Lange Zeit war er auch Trainer der marokkanischen Nationalmannschaft.

FIFA WM 2018
Nationaltrainer Hervé Renard im Gespräch mit König Mohammed VI. unmittelbar nach Spielende.

Renard soll das Team bereits im mexikanischen WM-Quartier erwarten, um die Vorbereitung auf die kommende Partie gegen Japan zu leiten. Nach Angaben des Verbandes ist das Engagement des neuen Trainers zunächst auf den restlichen Turnierverlauf begrenzt; Gespräche über eine langfristige Zusammenarbeit seien für die Zeit nach der Weltmeisterschaft vorgesehen.

Druck vor den weiteren Gruppenspielen

Für das tunesische Team, das mit einem Kaderwert von rund 70 Millionen Euro zu den Mannschaften mit dem geringsten Marktwert im Teilnehmerfeld zählt, spitzt sich die Lage in Gruppe F zu. Nach der hohen Auftaktniederlage stehen die Nordafrikaner unter erheblichem Druck. Am Sonntag, dem 21. Juni, folgt das richtungsweisende Spiel gegen Japan, bevor am 26. Juni die Partie gegen die Niederlande ansteht.

Tunesien – Deutliche Niederlage zum WM-Auftakt gegen Schweden

Mein Konto

Casablanca
Mäßig bewölkt
21.9 ° C
21.9 °
21.9 °
88 %
1.3kmh
41 %
Mi
27 °
Do
26 °
Fr
26 °
Sa
25 °
So
24 °