Mehr als 2,74 Millionen im Ausland lebende Marokkaner MRE sind bis Anfang August nach Marokko zurückgekehrt. Während der Seeverkehr dominiert, sinkt die Zahl der Privatfahrzeuge deutlich.
Rabat – Bis zum 3. August 2026 sind seit dem Beginn der diesjährigen Operation „Marhaba“ 2.741.570 im Ausland lebende Marokkaner (MRE) in ihr Herkunftsland eingereist. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 0,45 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie Omar Moussa Abdellah, Projektleiter der Operation bei der Mohammed-V.-Stiftung für Solidarität, in der Radiosendung „Obour“ auf Radio Tanger-Med mitteilte.
Der Großteil der Reisenden wählte den Seeweg: Insgesamt trafen 1.430.811 Personen per Schiff ein, was 52,19 Prozent aller Einreisen ausmacht. Über den Luftweg kamen 1.310.759 Personen an. Dagegen verzeichnete die Zahl der eingereisten Fahrzeuge einen deutlichen Rückgang. Bis zum 3. August wurden 287.518 Einheiten gezählt – ein Minus von 12,43 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitpunkt im Jahr 2025. Moussa Abdellah begründete diesen Rückgang mit den hohen Kosten für Autoreisen, weshalb viele Auslandsmarokkaner vermehrt auf Fahrgemeinschaften umgestiegen seien.
Hauptknotenpunkte im See- und Flugverkehr
Der Hafen Tanger Med bildete das wichtigste Drehkreuz im Schiffsverkehr und fertigte allein 512.693 Passagiere ab (35,89 Prozent aller See-Ankünfte). Es folgten die Häfen von Nador mit 200.013 und Tanger Ville mit 168.240 Reisenden. Bei den Lufteinreisen lag der Flughafen Mohammed V in Casablanca mit 333.490 Passagieren (25,44 Prozent aller Fluggäste) an der Spitze. Dahinter folgten die Flughäfen Marrakesch-Menara (225.086), Tanger-Ibn Battouta (167.147), Nador (119.487) und Rabat-Salé (119.452).
Kurze Wartezeiten trotz hohem Verkehrsaufkommen
Der Zentraldirektor des Hafens Tanger Med, Jaafar Ameyer, berichtete von Spitzenwerten in den ersten Augusttagen. Am 2. August verzeichnete der Hafen mit 31.917 Reisenden (+4 Prozent gegenüber dem 2. August 2025) und 8.612 Fahrzeugen (+5 Prozent) ein Rekordaufkommen. Dennoch habe die durchschnittliche Zeit bis zum Verlassen des Hafengewässers dank des Eintrags der Sicherheits- und Zollbehörden nicht mehr als 15 Minuten betragen. Zudem wurde die Schiffsflotte über die Meerenge von Gibraltar durch eine zusätzliche Schnellfähre verstärkt und die gegenseitige Anerkennung von Fahrkarten zwischen verschiedenen Reedereien aktiviert.
Für die bevorstehende Rückreisephase kündigte Ameyer die Nutzung eines Systems fester Tickets mit verbindlichem Abreisedatum und genauer Uhrzeit an. Dies soll eine bessere Steuerung des Passagierstroms ermöglichen. Er rief die Auslandsmarokkaner dazu auf, ihre Rückfahrt frühzeitig zu buchen und sich im Voraus über die Transitbedingungen zu informieren.

