Marokkanische und US-amerikanische Streitkräfte trainieren gemeinsam mit 40 Partnernationen für die regionale Sicherheit.
AGADIR – In Südmarokko hat die 22. Ausgabe der Militärübung „African Lion“ offiziell begonnen. Das Manöver, das als das bedeutendste seiner Art auf dem Kontinent gilt, wird gemeinschaftlich von den marokkanischen Königlichen Streitkräften und dem US-Militär organisiert. Bis zum 8. Mai arbeiten mehr als 5.000 Soldaten daran, ihre Zusammenarbeit zu verbessern und sich auf moderne Sicherheitsfragen vorzubereiten.
Zusammenarbeit als Kern der Übung
Das Ziel des Manövers ist es, die verschiedenen Armeen technisch und organisatorisch enger zu verzahnen. Laut Generalmajor Mohammed Benlouali dient das Treffen dazu, die Einsatzbereitschaft zu erhöhen und das gegenseitige Fachwissen zu vertiefen. Brigadegeneral Daniel Cederman von der US-Armee betonte, dass man Streitkräfte aufbaue, die in der Lage sind, „schnell und effektiv auf gemeinsame Herausforderungen zu reagieren“. Die Teilnehmer stammen aus insgesamt rund 40 Ländern, die teils aktiv mitwirken oder als Beobachter vor Ort sind.
Moderne Technik und Hilfe für die Bevölkerung
Ein Schwerpunkt der diesjährigen Übung liegt auf neuen Technologien. Die Soldaten trainieren den Umgang mit Drohnen, den Schutz vor Cyberangriffen und die Sicherheit im Weltraum sowie im elektromagnetischen Raum.
Die Manöver finden an Standorten wie Agadir, Tan-Tan und Dakhla statt. Neben den militärischen Übungen am Boden, in der Luft und auf See gibt es eine soziale Komponente: Ein Feldlazarett in der Provinz Taroudant versorgt die lokale Bevölkerung medizinisch und chirurgisch, was die zivile Bedeutung der Kooperation unterstreichen soll.

