StartGesellschaftMarokko - Regenschlacht und Zaubertor: Marokkos emotionaler Auftakt zum Afrika-Cup 2025

Marokko – Regenschlacht und Zaubertor: Marokkos emotionaler Auftakt zum Afrika-Cup 2025

Das Highlight durch El Kaabi - Marke Traumtor

Trotz vergebenem Elfmeter, Tränen bei Kapitän Saïss und Dauerregen bezwingt der Gastgeber die tapferen Komoren dank eines Geniestreiches von Ayoub El Kaabi.

Rabat – Es war ein Abend der großen Emotionen, des heftigen Regens und schließlich der kollektiven Erlösung. Im Stadion Moulay Abdellah in Rabat wurde am heutigen Sonntagabend der FIFA Afrika Cup 2025 offiziell eröffnet. Gastgeber Marokko besiegte in einer dramatischen Partie die „Coelacanthes“ von den Komoren mit 2:0. Doch der Weg zu den ersten drei Punkten war für den Top-Favoriten steiniger als erwartet.

Schon vor dem Anpfiff herrschte Gänsehaut-Atmosphäre, als seine königliche Hoheit, Kronprinz Moulay Hassan, in Begleitung des FIFA-Präsidenten und des marokkanischen Verbandschefs den Rasen betrat. Der Thronfolger begrüßte beide Mannschaften persönlich und führte unter dem Jubel der Fans den symbolischen Auftaktanstoss aus. Doch pünktlich zum Spielbeginn um 20 Uhr schlug das Wetter um: Ein peitschender Regen setzte bei kühlen 14 Grad Celsius ein und sollte das Spiel maßgeblich prägen.

Frustration in der ersten Halbzeit

Die Mannschaft von Trainer Walid Regragui übernahm sofort die Kontrolle, doch die Nervosität war greifbar. In der 10. Minute schien der Bann gebrochen, als Brahim Díaz einen Elfmeter herausholte. Soufiane Rahimi tritt an, scheiterte jedoch am stark reagierenden komorischen Keeper Pandor. Nur acht Minuten später folgte der nächste Schock: Kapitän Romain Saïss,der den PSG-Superstar Hakimi vetrat, verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung muskulär und musste das Feld unter Tränen verlassen.

Trotz drückender Überlegenheit und viel Ballbesitz fanden die „Löwen vom Atlas“ (Atlas Löwen) kein Durchkommen gegen die diszipliniert verteidigende Elf von Trainer Stefano Cusin. Die Komoren, die bereits Tunesien in der Qualifikation hinter sich gelassen hatten, lauerten gefährlich auf Konter. Als es mit 0:0 in die Kabinen ging, waren vereinzelt sogar Pfiffe von den Rängen zu hören.

Brahim Díaz bricht den Bann

Marokko kam mit verändertem Gesicht aus der Pause. Die Angriffe wurden zielstrebiger, das Tempo verschärft. In der 55. Minute war es schließlich der auffällige Brahim Díaz, der die Fans erlöste: Nach einer schnellen Kombination drückte er das Leder zur hochverdienten 1:0-Führung über die Linie. Das Tor wirkte wie ein Befreiungsschlag, auch wenn die Komoren durch Saïd (59.) fast postwendend den Ausgleich erzielt hätten – Bono bewahrte sein Team mit einer Glanzparade vor dem Schock.

Das Highlight durch El Kaabi – Marke Traumtor

In der 65. Minute bewies Regragui ein glückliches Händchen und brachte Ayoub El Kaabi für den glücklosen Rahimi. Nur neun Minuten später (74.) folgte sicherlich jetzt schon einer der Momente des Turniers: Nach einer punktgenauen Flanke setzte El Kaabi zum Fallrückzieher an und versenkte den nassen Ball unhaltbar zum 2:0 im Netz. Ein Tor der Marke Weltklasse, das das Stadion zum Beben brachte.

In der Schlussphase verwaltete Marokko das Ergebnis geschickt, auch wenn die Komoren bis zur letzten Minute tapfer dagegenhielten. Während die Inselnation trotz der Niederlage auf einer starken defensiven Leistung aufbauen kann, hat Marokko die erste Hürde auf dem Weg zum ersehnten Heimtitel genommen. Der Traum vom Gold im eigenen Land – er lebt.

Aufstellungen:

Marokko: Bono – Mazraoui, Saïss (19. El-Yamiq), Aguerd, Salah-Eddine – Brahim Díaz, Amrabat, Ounahi (65. El Khanouss) – Saibari, Rahimi (65. El Kaabi), El Aynaoui.

Komoren: Pandor – Boura, Toibibou (79. M’Dahoma), Soilihi, Kari – Selemani, Mohamed, Youssouf (79. Bourhane) – M’Changama, Saïd, Youssouf (67. Bakari).

Mein Konto

Casablanca
Bedeckt
15.2 ° C
15.2 °
14.1 °
70 %
1.5kmh
100 %
Mi
16 °
Do
15 °
Fr
15 °
Sa
14 °
So
11 °