Rabat überprüft Fortschritte bei Stadion- und Infrastrukturarbeiten für bevorstehende Kontinental- und Weltturniere wie die FIFA-WM 2030
Rabat – Marokko zeigt sich entschlossen, seine Rolle als Gastgeber großer Sportveranstaltungen auf dem afrikanischen und globalen Parkett zu festigen. Derzeit wird in Marokko die Fußball Afrikameisterschaft der Frauen, analog der ebenfalls stattfinden Europameisterschaft der Frauen in der Schweiz, ausgetragen. Doch die nächsten Großveranstaltungen werfen bereits ihren Schatten voraus.
Ein politisch hochrangiges Treffen in Rabat am vergangenen Freitag (11. Juli 2025) diente der Überprüfung des Fortschritts der umfangreichen Projekte, die im Hinblick auf den Afrikanischen Nationen-Pokal (CAN-2025) (Afrikameisterschaft der Herrn im Dezember 2025 und Januar 2026) und die gemeinsame Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft 2030 (FIFA-WM 2030) geplant sind. Marokko wird gemeinsam mit Portugal und Spanien Gastgeber dieser WM sein.
Fortschritte unter strenger Beobachtung
Das Treffen fand im Hauptquartier des Innenministeriums statt und versammelte eine Reihe hochrangiger Persönlichkeiten, darunter den Innenminister selbst, den Präsidenten des Komitees für die Fußballweltmeisterschaft 2030, Fouzi Lekjaa, sowie die Walis und Präsidenten der Räte der Regionen, in denen die Austragungsstädte liegen. Ebenfalls per Videokonferenz zugeschaltet waren die Präsidenten der Gemeinderäte der sechs Austragungsstädte Casablanca-Settat, Rabat-Salé-Kénitra, Tanger-Tétouan-Al Hoceïma, Fes-Meknes, Marrakech-Safi und Souss-Massa.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen die vielfältigen Bereiche wie Stadien, Infrastruktur und Stadterneuerung, um die Einhaltung der erforderlichen Standards für die Weltmeisterschaft 2030 sicherzustellen. Für den Afrika-Cup 2025, der dem Königreich als erste „Probe“ dient, werden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um einen erfolgreichen Verlauf zu garantieren. Der Schwerpunkt liegt auf einem „regelmäßigen Überwachungssystem“, das eine strenge Verwaltung dieser Großereignisse gewährleisten soll.
Ambitionierte Zeitpläne und die „Marokko 2030-Stiftung“
Fouzi Lekjaa, Präsident des Komitees für die Fußballweltmeisterschaft 2030 und zugleich Staatssekretär für den Haushalt im Finanz- und Wirtschaftsministerium, versicherte in einer Pressemitteilung im Anschluss an das Treffen, dass die „in verschiedenen marokkanischen Städten laufenden Arbeiten… gemäß dem festgelegten Zeitplan voranschreiten“. Er betonte, dass die Arbeiten für den CAN 2025 „einige Monate vor Beginn des Wettbewerbs abgeschlossen sein“ werden. Dies soll Marokko ermöglichen, seine organisatorischen Fähigkeiten zu demonstrieren und zu festigen, bevor es die WM 2030 gemeinsam mit Spanien und Portugal mitorganisiert.
Das Treffen fand zudem kurz nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Gründung der „Marokko 2030-Stiftung“ statt. Diese Stiftung soll die Bemühungen aller Akteure koordinieren, um das Großprojekt erfolgreich umzusetzen und diese Sportveranstaltungen zu einem „echten Hebel für die Entwicklung“ des Landes zu machen.
Sinn und Zweck der Projekte
Der Anlass dieser intensiven Vorbereitungen ist die bevorstehende Austragung des Afrika-Cups 2025 und die Co-Gastgeberschaft der WM 2030. Der Sinn und Zweck dieser enormen Investitionen und Koordination liegt weit über dem sportlichen Aspekt hinaus. Marokko nutzt diese Gelegenheiten, um seinen internationalen Einfluss zu festigen, seine wirtschaftlichen, kulturellen und touristischen Vorzüge zu präsentieren und der nationalen Wirtschaft durch die Bauprojekte und den erwarteten Zustrom von Besuchern neues Leben einzuhauchen. Es ist ein strategischer Schachzug, der das Königreich als modernen und leistungsfähigen Akteur auf der Weltbühne positionieren soll.

