In weiten Teilen Marokkos werden von Dienstag bis Freitag Temperaturen von bis zu 45 Grad erwartet. Die Wetterbehörde hat eine offizielle Warnung der Alarmstufe Orange herausgegeben.
Rabat – In zahlreichen Provinzen Marokkos steht eine mehrtägige Hitzewelle bevor. Wie die marokkanische Generaldirektion für Meteorologie (DGM) am Montag in einer offiziellen Wetterwarnung mitteilte, werden von Dienstag bis kommenden Freitag extreme Temperaturen erwartet. Die Behörde hat für die betroffenen Regionen die Alarmstufe Orange ausgerufen.
Nach Angaben der Meteorologen betrifft die Hitze vor allem das Landesinnere sowie die südlichen Provinzen des Königreichs. In den Regionen Zagora, Tata, Es-Semara, Assa-Zag, Boujdour, Oued Ed-Dahab und Aousserd steigen die Temperaturen voraussichtlich auf Werte zwischen 43 und 45 Grad Celsius.
Sengende Hitze auch in touristischen Zentren
Ein geografisch noch umfassenderes Gebiet ist von Temperaturen zwischen 40 und 43 Grad Celsius betroffen. Hierzu zählen laut der Meldung der DGM die Provinzen Marrakech, Rehamna, Youssoufia, Béni Mellal, Fquih Ben Salah, Errachidia, Khénifra, Boulemane, Chichaoua, Guercif, Taounate, Taza, Taroudant, Tinghir, Khouribga, Settat, El Kelaa des Sraghna, Figuig, Jerada, Oujda-Angad, Taourirt und Guelmim.
Damit sind neben den Wüsten- und Steppenregionen im Süden und Osten auch landwirtschaftlich geprägte Ebenen im Landesinneren sowie wichtige touristische Zentren wie die Region um Marrakech von der Hitzewelle betroffen.
Gesundheitsrisiken und Herausforderungen
Bei derartigen Extremtemperaturen rufen die Behörden in Marokko regelmäßig dazu auf, die direkte Sonneneinstrahlung in den Mittags- und Nachmittagsstunden zu meiden, ausreichend Wasser zu trinken und körperliche Anstrengungen im Freien zu minimieren. Besonders Kleinkinder, ältere Menschen und chronisch Kranke sind bei dieser Wetterlage gesundheitlichen Risiken durch Dehydrierung ausgesetzt.
Solche intensiven Hitzeperioden stellen insbesondere im Hochsommer die öffentliche Infrastruktur, die Wasserversorgung sowie die Landwirtschaft des Landes vor erhebliche Herausforderungen. Ob sich die Hitzewelle über den Freitag hinaus verlängert oder sich die Temperaturen am Wochenende wieder normalisieren, bleibt abzuwarten. Die weitere Entwicklung wird von der DGM laufend überwacht.

