Mit Beginn des Jahres 2026 verlieren mehrere historische Dirham-Serien ihre Gültigkeit als gesetzliches Zahlungsmittel, während eine fünfjährige Übergangsfrist den Umtausch sichert.
Rabat – Die marokkanische Zentralbank, Bank Al-Maghrib (BAM), hat eine umfassende Modernisierung des Bargeldumlaufs eingeleitet. Basierend auf dem Dekret Nr. 2.25.966 vom 23. Dezember 2025 wurden seit dem 1. Januar 2026 spezifische Banknotenserien offiziell aus dem Zahlungsverkehr genommen. Betroffen sind laut offiziellen Angaben der BAM insbesondere die Stückelungen zu 10, 50, 100 und 200 Dirham aus der Serie von 1987. Ebenfalls ihre Zahlungskraft verlieren die 10-Dirham-Note von 1990 sowie die 20-Dirham-Note aus dem Jahr 1996.

Umtauschfrist an Banken und Schaltern bis Ende 2030
Obwohl diese Scheine im täglichen Handel nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert werden, müssen Bürger keinen Wertverlust befürchten. Die Zentralbank hat einen klar definierten Rahmen für den Rücklauf geschaffen: Inhaber der betroffenen Banknoten können diese seit dem 1. Januar 2026 und noch bis zum 31. Dezember 2030 umtauschen. Dieser Umtausch erfolgt bedingungslos an den Schaltern der Bank Al-Maghrib sowie bei allen Geschäftsbanken des Landes.
Modernisierung und Sicherheitsstandards als Hintergrund
Der Anlass für diesen Schritt liegt in der kontinuierlichen Erneuerung der marokkanischen Währung. Durch den Einzug älterer Serien, die teilweise über drei Jahrzehnte im Umlauf waren, vereinheitlicht Marokko seinen Geldmarkt und passt ihn an moderne Sicherheitsstandards an. Während neuere Emissionen bereits mit fortschrittlichen fälschungssicheren Merkmalen ausgestattet sind, entspricht die nun eingezogene Generation nicht mehr den aktuellen technologischen Anforderungen der Zentralbank an einen sicheren und effizienten Bargeldverkehr in der Maghreb-Region.

