StartGesellschaftMarokko – Unwetterkatastrophe in Safi fordert Dutzende Opfer

Marokko – Unwetterkatastrophe in Safi fordert Dutzende Opfer

Weiter steigende Opferzahlen und langanhaltende Rettungsmaßnahmen befürchtet.

Schnelle Sturzfluten nach heftigen Gewittern führen zu einer steigenden Zahl von Todesopfern und massiven Schäden in der marokkanischen Provinz Safi. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauern an.

Casablanca – Die marokkanische Provinz Safi wurde am Sonntagabend, dem 14. Dezember 2025, von heftigen Regenfällen und Gewittern heimgesucht, die innerhalb kürzester Zeit zu außergewöhnlichen Überschwemmungen führten. Die dadurch ausgelösten Sturzfluten haben eine Katastrophe verursacht, bei der nach jüngsten Angaben der lokalen Behörden die Zahl der Todesopfer auf 21 gestiegen ist. Dies geht aus einem am 15. Dezember veröffentlichten Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur MAP hervor.

Weiter steigende Opferzahlen und langanhaltende Rettungsmaßnahmen befürchtet.

Die Ereignisse in Safi entwickelten sich rasch. Zunächst meldeten die lokalen Behörden in einem vorläufigen Bericht vom 14. Dezember sieben Todesopfer nach den Überschwemmungen, die mehrere Häuser und Geschäfte überfluteten (MAP). Die Behörden gaben zudem an, dass 20 verletzte Menschen gerettet und in das Mohammed-V-Krankenhaus in Safi gebracht wurden.

In einem aktualisierten Bericht vom selben Tag erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 14, während die Anzahl der Geretteten auf 32 Personen stieg, von denen die meisten nach Behandlung das Krankenhaus verlassen konnten (MAP). Die jüngste Mitteilung vom 15. Dezember durch die lokalen Behörden an MAP bestätigt schließlich die gestiegene Zahl von 21 Todesopfern.

Ungeachtet der anhaltenden widrigen Bedingungen wird die allgemeine Mobilisierung der öffentlichen Behörden, Rettungskräfte und verschiedener Hilfskräfte fortgesetzt. Die Bemühungen konzentrieren sich auf die Suche nach möglichen Vermissten, die Sicherung der betroffenen Gebiete und die Bereitstellung notwendiger Unterstützung und Hilfe für die betroffene Bevölkerung, wie die lokale Verwaltung bekräftigt.

Erhebliche Sachschäden und Vorsichtsmaßnahmen

Neben den menschlichen Tragödien haben die extremen Wetterbedingungen auch zu erheblichen materiellen Schäden geführt, insbesondere in der Stadt Safi. Nach Angaben der lokalen Behörden wurden rund 70 Häuser und Geschäfte in der Medina, vor allem in der Bir-Anzaran-Straße und am Abou-Addahab-Platz, überflutet. Weiterhin wurden zahlreiche Fahrzeuge von den Wassermassen mitgerissen. Auch die Infrastruktur ist betroffen: Die Provinzstraße 2300, die Safi mit der Gemeinde Hrara verbindet, wurde beschädigt, und es kam zu Verkehrsbehinderungen auf mehreren Straßen der Stadt.

Die Provinzdirektion des Ministeriums für Nationale Bildung in Safi reagierte auf die sich verschlechternden Wetterbedingungen und die damit verbundene erhöhte Wachsamkeit. Sie beschloss, den Unterricht am Montag, dem 15. Dezember 2025, auszusetzen, um die Sicherheit von Schülern, Lehr- und Verwaltungspersonal zu gewährleisten, wie die Nachrichtenwebsite Le360 berichtet.

Wetterwarnung im Vorfeld der Katastrophe

Bereits im Vorfeld der Ereignisse hatte die Generaldirektion für Meteorologie (DGM) eine Warnmeldung der Stufe Orange herausgegeben. Diese warnte am Sonntag vor starken Regenfällen von 20 bis 40 Millimetern, die zwischen 17:30 Uhr und 23:00 Uhr in Safi sowie in mehreren anderen Provinzen des Landes erwartet wurde. Die Geschwindigkeit, mit der die Gewitter und Regenfälle zu den außergewöhnlichen Überschwemmungen führten, unterstreicht die Heftigkeit des Unwetters.

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