In Rabat festigen hochrangige Sicherheitsbehörden ihre trilaterale Kooperation, um grenzüberschreitenden Bedrohungen und künftigen sportlichen Großereignissen mit gemeinsamen operativen Standards zu begegnen.
Rabat – In der marokkanischen Hauptstadt Rabat ist ein zentrales dreitägiges Arbeitstreffen zur Stärkung der trilateralen Sicherheitsarchitektur zwischen Marokko, Spanien und Deutschland zu Ende gegangen. Abdellatif Hammouchi, Leiter der marokkanischen Sicherheitsbehörden DGSN und DGST, beriet sich hierzu mit Francisco Pardo Piqueras, dem Generaldirektor der spanischen Nationalpolizei, sowie Dr. Dieter Romann, dem Präsidenten der deutschen Bundespolizei.
Dieses Treffen, das vom 7. bis 9. Januar 2026 stattfand, markiert die Verstetigung eines Dialogs, der im Januar 2024 in Madrid seinen Anfang nahm. Ziel ist es, die Koordination in Sicherheits- und Geheimdienstfragen auf eine neue qualitative Stufe zu heben. Laut offiziellen Mitteilungen der DGSN stand die Abstimmung technischer und operativer Daten im Vordergrund, um Herausforderungen wie dem internationalen Terrorismus, der Cyberkriminalität und dem Drogenhandel effektiver zu begegnen.
Die Sahel-Region als Fokus der gemeinsamen Sicherheitsbewertung
Ein Schwerpunkt der Konsultationen lag auf der Analyse der volatilen Lage in der Sahel-Sahara-Region. Wie aus Berichten der Tageszeitung Assabah hervorgeht, erörterten die Delegationen die Auswirkungen dieser Instabilität auf die Bewegungen terroristischer Gruppierungen im euro-mediterranen Raum. Die Teilnehmer betonten, dass ein kontinuierlicher Austausch von Expertenwissen unerlässlich sei, um die Stabilität über die Kontinentalgrenzen hinweg zu gewährleisten. Durch die Schaffung operativer Synergien vor Ort soll die Reaktionsfähigkeit auf transnationale Risiken erhöht werden.
Sicherheitslogistik für die Fußball-Weltmeisterschaft 2030
Neben der klassischen Kriminalitätsbekämpfung rückt die Absicherung von Sportgroßereignissen verstärkt in das Zentrum der Kooperation. Marokko nutzt derzeit den Afrika-Cup, um seine Sicherheitskapazitäten für die Fußball-Weltmeisterschaft 2030 zu demonstrieren, die das Königreich gemeinsam mit Spanien und Portugal ausrichten wird.
Die deutsche und spanische Delegation besichtigten in diesem Zusammenhang den Sportkomplex Prinz Moulay Abdellah in Rabat. Dort wurden ihnen moderne Sicherheitsvorkehrungen präsentiert, darunter die Integration digitaler Technologien in das Überwachungssystem sowie spezifische Einsatzpläne für die öffentliche Sicherheit und die Unterstützung von Fans. Ein Besuch beim neu geschaffenen Afrikanischen Polizeikooperationszentrum unterstrich zudem Marokkos Ambition, als regionaler Vorreiter in der polizeilichen Infrastruktur zu agieren. Diese Allianz soll sicherstellen, dass die kommenden internationalen Turniere unter weltweit einheitlichen Sicherheitsstandards stattfinden können.

