Die aktuelle Entwicklung der Verbraucherpreise im März 2026 zeigt eine moderate Inflation, während signifikante Preissteigerungen bei Kraftstoffen und frischen Lebensmitteln die regionalen Märkte prägten.
Rabat – Die marokkanische Wirtschaft verzeichnete im März 2026 eine kontrollierte Inflationsentwicklung. Nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Haut-Commissariat au Plan (HCP) stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) im Vergleich zum Vorjahresmonat um lediglich 0,9 %. Dieser Anstieg resultiert aus einer leichten Verteuerung von Nahrungsmitteln (+0,6 %) sowie einem Zuwachs von 1,1 % im Nicht-Lebensmittelbereich. Besonders auffällig ist die Kerninflation, die volatile Güter ausschließt: Diese sank im Jahresvergleich sogar um 0,6 %, was auf eine stabile preisliche Grundtendenz hindeutet.
Saisonale Faktoren treiben monatliche Lebensmittelpreise
Im direkten Vergleich zum Februar 2026 kletterte der VPI hingegen um 1,2 %. Treiber dieser kurzfristigen Dynamik waren primär Nahrungsmittel, die um 1,9 % teurer wurden. Laut HCP-Bericht verzeichnete Gemüse mit einem Plus von 9,7 % den stärksten Zuwachs, gefolgt von Obst (+2,6 %) und Fleisch (+2,4 %). Entlastung gab es hingegen bei Speiseölen und Fetten, deren Preise um 2,4 % sanken.
Regionale Unterschiede und Energiekosten
Ein entscheidender Faktor im Non-Food-Sektor war der massive Preissprung bei Kraftstoffen, die innerhalb eines Monats um 10,7 % anzogen. Diese Entwicklung schlug sich regional unterschiedlich nieder: Während Städte wie Guelmim und Al-Hoceima Inflationsraten von 2,7 % meldeten, blieb die Teuerung in Metropolen wie Casablanca und Oujda mit 1,0 % deutlich moderater. Diese Daten verdeutlichen die heterogene Kaufkraftentwicklung innerhalb des Königreichs.

