StartMarokkoMarokko – König Mohammed VI. telefoniert nach Raketenangriffen mit Golf-Monarchen

Marokko – König Mohammed VI. telefoniert nach Raketenangriffen mit Golf-Monarchen

Diplomatische Offensive des Palastes zur Bekräftigung der Partnerschaft

Nach der Eskalation im Nahen Osten und iranischen Schlägen gegen US-Stützpunkte signalisiert Rabat durch direkte diplomatische Gespräche uneingeschränkte Solidarität mit seinen strategischen Partnern am Golf.

Rabat – In einer Phase drastisch zunehmender regionaler Spannungen hat das Königreich Marokko seine sicherheitspolitische Positionierung untermauert. Am 28. Februar 2026 suchte Seine Majestät König Mohammed VI. das direkte Gespräch mit den Staatsführern Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Bahrains. Anlass dieser konzertierten diplomatischen Initiative waren die vorangegangenen Raketenangriffe auf die Territorien dieser befreundeten Staaten, die die Sicherheitsarchitektur der gesamten Region erschüttert haben.

Diplomatische Offensive des Palastes zur Bekräftigung der Partnerschaft

Laut offiziellen Erklärungen des königlichen Kabinetts, die über die staatliche Nachrichtenagentur MAP verbreitet wurden, führte der marokkanische Monarch separate Telefonate mit Seiner Königlichen Hoheit Prinz Mohammed bin Salman (Saudi-Arabien), Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan (VAE) und König Hamad bin Isa Al Khalifa (Bahrain). In diesen Gesprächen verurteilte König Mohammed VI. die „verabscheuungswürdigen Angriffe“ und die damit verbundene Verletzung der nationalen Souveränität der Partnerländer.

Rabat lässt dabei keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit seiner Beistandszusage. Das marokkanische Außenministerium betonte, dass die Sicherheit der Golfstaaten untrennbar mit der eigenen Sicherheit verbunden sei. Das Königreich sicherte volle Unterstützung bei allen Verteidigungsmaßnahmen zu, die zum Schutz der Staatsgebiete und der Bürger ergriffen werden müssen.

Iranische Rechtfertigung und die Ziele der Operation „Wahre Verheißung 4“

Die militärische Dynamik hinter diesen diplomatischen Bewegungen ist komplex. Teheran bezeichnete die Raketenstarts unter dem Codenamen „Wahre Verheißung 4“ als Akt der Selbstverteidigung. Laut Berichten der Agentur KUNA unterstrich der iranische Außenminister Abbas Araghchi, dass die Operation eine direkte Reaktion auf vorangegangene US-israelische Luftschläge gegen den Iran darstelle.

Teheran bemühte sich in der Kommunikation mit den arabischen Nachbarn um eine Differenzierung: Die Angriffe hätten ausschließlich US-Militärinfrastruktur zum Ziel gehabt, darunter das Hauptquartier der 5. Flotte in Bahrain sowie die Basis Al-Udeid in Qatar. Dennoch forderten die Einschläge, etwa in Abu Dhabi, nachweislich zivile Opfer. UN-Generalsekretär Antonio Guterres mahnte angesichts dieser Entwicklung zur „sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen“ und warnte vor einer Gefährdung des internationalen Friedens.

Regionaler Kontext und die strategische Divergenz im Maghreb

Die proaktive Rolle Marokkos spiegelt nicht nur die traditionell engen Bindungen zu den Monarchien am Golf wider, sondern ist auch vor dem Hintergrund tiefergehender regionaler Konflikte zu sehen. Während Marokko als enger Verbündeter der USA und Israels agiert, unterhält es derzeit keine diplomatischen Beziehungen zum Iran. Grund hierfür sind Vorwürfe Rabats, Teheran unterstütze über die Hisbollah und in Kooperation mit Algerien die Frente Polisario.

Diese geopolitische Bruchlinie zeigt sich auch in der Reaktion des Nachbarlandes Algerien. Während Marokko eine klare politische Verurteilung aussprach, konzentrierte sich Algier laut aktuellen Mitteilungen primär auf den Schutz eigener Staatsbürger durch einen Krisenstab. Algerien will festest Mitglied der sog. BRICS-Staaten werden, zu denen auch der Iran gehört. Diese diplomatische Zurückhaltung verdeutlicht die unterschiedlichen Bündnisstrukturen im Maghreb, in denen Marokko seine Rolle als verlässlicher Anker für die Stabilität seiner Partner am Golf festigt.

Marokko – Klare Verurteilung nach iranischen Schlägen gegen US-Basen in der Region

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