StartMarokkoMarokko – Internationale Landwirtschaftsmesse SIAM in Meknès eröffnet

Marokko – Internationale Landwirtschaftsmesse SIAM in Meknès eröffnet

Förderung regionaler Produkte und genossenschaftlicher Strukturen

Zwischen technischer Innovation und Ernährungssouveränität: Die 18. Ausgabe der Messe setzt unter königlicher Schirmherrschaft neue Impulse für die regionale Agrarwirtschaft.

Meknès – Am 20. April 2026 wurde in Meknès die 18. Internationale Landwirtschaftsausstellung in Marokko (SIAM) feierlich eröffnet. In Vertretung von König Mohammed VI. leitete Prinz Moulay Rachid die Eröffnungszeremonie auf dem Gelände des Mechouar Stinia-Sahrij Souani. Das diesjährige Event, das bis zum 28. April 2026 andauert, unterstreicht die strategische Bedeutung des Agrarsektors für die wirtschaftliche Entwicklung des Königreichs und der gesamten Maghreb-Region.

Fokus auf Ernährungssouveränität und nachhaltige Tierproduktion

Die diesjährige Messe steht unter dem Leitthema „Nachhaltigkeit der Tierproduktion und Ernährungssouveränität“. Damit adressiert die Veranstaltung drängende globale und regionale Herausforderungen wie den Klimawandel und die langfristige Sicherung der Lebensmittelversorgung. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur MAP spiegelt die thematische Ausrichtung das Engagement Marokkos wider, den Agrarsektor resilienter und wettbewerbsfähiger zu gestalten. Im Zentrum stehen dabei die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Nutztierbetrieben sowie Fortschritte in der Tiergesundheit und im Tierschutz.

Portugal als Ehrengast und Plattform für globale Vernetzung

Auf einer Gesamtfläche von rund 37 Hektar verzeichnet die SIAM 2026 eine beeindruckende internationale Resonanz. Insgesamt nehmen 70 Länder an der Messe teil, wobei Portugal in diesem Jahr als Ehrengast fungiert. Diese Wahl unterstreicht die dynamischen bilateralen Beziehungen zwischen Rabat und Lissabon, insbesondere im Bereich der landwirtschaftlichen Kooperation.

Die Dimensionen der Messe sind beachtlich: Mit über 1.500 Ausstellern, 45 ausländischen Delegationen und rund 200 Züchtern dient das Event als zentrales Forum für Entscheidungsträger, Fachleute und internationale Partner. Die Organisatoren erwarten bis zum Ende der Veranstaltung mehr als 1,1 Millionen Besucher, was den Status der SIAM als globales Zentrum für Agrarfragen bestätigt.

Förderung regionaler Produkte und genossenschaftlicher Strukturen

Ein wesentlicher Pfeiler der Messe ist die Aufwertung des marokkanischen Agrarerbes. Im Rahmen der Eröffnung überreichte Prinz Moulay Rachid Qualitätszertifikate und geografische Herkunftsangaben an verschiedene Genossenschaften. Auszeichnungen erhielten unter anderem Erzeugnisse wie die „Amendes de Ghassate“ aus der Region Draa-Tafilalet und das Olivenöl „Extra Virgin“ aus El Kelâa des Sraghna.

Mit der Teilnahme von etwa 500 Genossenschaften wird die soziale Komponente der Landwirtschaft hervorgehoben. Neben der Tradition spielt jedoch auch die Moderne eine Rolle: In den Pavillons für Agrardigitalisierung und technologische Innovationen werden Lösungen präsentiert, die darauf abzielen, die Effizienz und Nachhaltigkeit der Produktion durch technische Unterstützung zu steigern.

Die SIAM 2026 fungiert somit nicht nur als Schauplatz für Produkte, sondern als strategische Plattform. In einem Umfeld, das zunehmend durch klimatische Unsicherheiten geprägt ist, bietet die Messe den notwendigen Raum für den Austausch über ressourcenschonende Methoden und internationale Zusammenarbeit, um die Ernährungsstabilität in der Region nachhaltig zu festigen.

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