Neuer Terminal soll den internationalen Luftverkehr besser bedienen und das Reiseerlebnis am Flughafen Casablanca – Mohammed V verbessern.
Casablanca – Der internationale Flughafen Mohammed V in Casablanca soll einen hochmodernen Ausbau erhalten. Bis 2029 und damit vor Beginn der FIFA-WM 2023, die gemeinsam von Marokko, Portugal und Spanien ausgerichtet wird, soll ein neuer Terminal mit einer Kapazität von bis zu 20 Millionen Passagieren pro Jahr entstehen. Dieses Großprojekt ist Teil der marokkanischen Luftfahrtstrategie „Aéroports 2030“ und soll Casablanca als wichtiges internationales Luftverkehrsdrehkreuz etablieren.
Ein Drehkreuz mit Einhaltung globaler Standards
Der neue Terminal soll nach internationalen HUB-Standards gebaut und insbesondere den steigenden Passagierzahlen gerecht werden. Die Infrastruktur werden nach bisherigen Plänen die Effizienz beim Umsteigen verbessern, die Abfertigungszeiten verkürzen und das Gepäckmanagement optimieren. Damit werde der Flughafen in eine Liga mit globalen Drehkreuzen wie Paris-Charles de Gaulle oder London-Heathrow aufsteigen, so die marokkanische Flughafenbehörde ONDA.
Besonders bemerkenswert sei die geplante architektonische Gestaltung. Inspiriert von den Wellen des Atlantiks, soll der Terminal in geschwungenen, fließenden Formen errichtet werden. Diese Gestaltung symbolisiere dann nicht nur Bewegung und Dynamik, sondern auch Marokkos strategische Lage als Brücke zwischen Afrika, Europa und dem Rest der Welt.
Optimale Anbindung durch Hochgeschwindigkeitszug
Ein weiterer strategisch wichtiger Planungspunkt wird die direkte Anbindung an die marokkanische Hochgeschwindigkeitsstrecke (LGV) zwischen Kenitra und Marrakesch sein. Dadurch werden die Reisezeiten zwischen dem Flughafen und wichtigen Städten des Landes erheblich verkürzt. Dies werde nicht nur den Komfort für Touristen und Geschäftsreisende verbessern, sondern auch die wirtschaftliche Bedeutung Casablancas als Handels- und Finanzzentrum stärken.
Gehobene Ausstattung und nachhaltige Gestaltung
Der Terminal soll auf drei Ebenen großzügige Wartebereiche, VIP-Lounges, eine weitläufige Duty-Free-Zone und ein Hotel mit Blick auf die Start- und Landebahnen bieten. Zudem soll eine neue 3.700 Meter lange Start- und Landebahn errichtet werden, ergänzt durch eine hochmoderne 42 Meter hohe Kontrollturm.
Ein besonderes Highlight werde die in den Terminal integrierten grünen Oasen sein. Diese begrünten Entspannungszonen mit Palmen und Wasserelementen sollen eine angenehme Atmosphäre schaffen und die Wartezeit für Reisende komfortabler gestalten.
Auch architektonisch möchte Marokko bei seinem Flughafenausbau auf eine Kombination aus Tradition und Moderne setzen. Dazu sollen Elemente wie geometrische Muster, an andalusische Kunst erinnernde Verzierungen und Materialien wie Zellige-Keramik (Fliesenkunst) und ockerfarbene Steinverkleidungen verbinden zeitlose Eleganz mit der typischen marokkanischen Bauweise beitragen.
Ein strategisches Investment in die Zukunft
Der Ausbau des Flughafens Mohammed V ist nicht nur ein Gewinn für den Tourismus, sondern auch eine bedeutende Investition in die wirtschaftliche Infrastruktur Marokkos. Durch die bessere Anbindung an internationale Märkte und eine höhere Attraktivität für Geschäftsreisende positioniert sich das Land als führender Verkehrsknotenpunkt in Nordafrika.
Mit diesem ambitionierten Projekt unterstreicht Marokko seine Wachstumsstrategie und seine Vision, Casablanca zu einem der bedeutendsten Luftfahrtdrehkreuze der Welt zu entwickeln.

